Die Digitalisierung von Feuerwehren wird häufig auf Einsatzführung, Alarmierung oder digitale Lagekarten reduziert. In der Praxis entstehen jedoch viele Verwaltungsaufgaben abseits des Einsatzgeschehens: Ausrüstung muss dokumentiert, Prüfungen überwacht, Wartungsintervalle eingehalten und Inventar nachvollziehbar verwaltet werden. Genau an dieser Schnittstelle setzt das Softwareunternehmen amefire an.
Auf der INTERSCHUTZ 2026 präsentiert das Unternehmen sein digitales Ökosystem für Feuerwehren, das von der Personalverwaltung über die Einsatzdokumentation bis hin zur Inventar- und Geräteverwaltung reicht. Im Mittelpunkt steht dabei ein Ziel: Verwaltungsaufwand reduzieren und Informationen dort verfügbar machen, wo sie benötigt werden.
Eine Plattform für die gesamte Feuerwehrverwaltung
Das Kernsystem amefire versteht sich als zentrale Verwaltungsplattform für Feuerwehren. Personaldaten, Fahrzeuge, Geräte, Inventar, Atemschutzverwaltung, Einsatzberichte, Dokumente und Gebührenbescheide werden dabei innerhalb eines gemeinsamen Systems verwaltet.
Der Ansatz folgt einer Entwicklung, die in vielen Feuerwehren bereits sichtbar ist. Statt verschiedener Einzellösungen für einzelne Fachbereiche entstehen zunehmend integrierte Plattformen, die Daten zentral verfügbar machen und Doppelarbeit vermeiden sollen.
Besonders interessant ist dabei die Möglichkeit, verschiedene Organisationseinheiten innerhalb einer Kommune oder Feuerwehrstruktur gemeinsam abzubilden. Mehrere Fachbereiche können parallel im selben System arbeiten und auf dieselben Daten zugreifen. Dadurch entstehen einheitliche Prozesse und eine gemeinsame Datenbasis.
Der Gerätewart als Schlüsselrolle der Digitalisierung
Während Einsatzführung und Alarmierung häufig im Fokus digitaler Entwicklungen stehen, geraten Gerätewarte oft weniger in den Blick. Dabei verwalten sie einen erheblichen Teil der sicherheitsrelevanten Infrastruktur einer Feuerwehr.
Prüffristen, Wartungen, Inventarbewegungen, Fahrzeugbeladungen und die Ausgabe persönlicher Ausrüstung erzeugen einen erheblichen Dokumentationsaufwand. Fehler oder Versäumnisse können unmittelbare Auswirkungen auf die Einsatzbereitschaft haben.
Genau hier setzt amefire.tools an. Die Anwendung bringt zentrale Funktionen der Inventarverwaltung direkt auf Tablets im Gerätehaus. Gerätewarte können Inventar erfassen, QR- oder Barcodes scannen, Prüfungen dokumentieren und Wartungen digital verwalten.
Statt Papierlisten oder nachträglicher Übertragungen werden Informationen direkt vor Ort erfasst und mit dem zentralen System synchronisiert. Mängel können unmittelbar dokumentiert und an zuständige Personen weitergeleitet werden. Gleichzeitig bleibt der Zustand der Ausrüstung jederzeit nachvollziehbar.
Besonderes Augenmerk liegt auf der Fahrzeugbeladung. Digitale Checklisten ermöglichen eine schnelle Kontrolle der Beladung, während fehlende oder unvollständige Ausrüstung unmittelbar sichtbar wird. Auch die Verwaltung von Verwahrorten sowie die Ausgabe persönlicher Schutzausrüstung erfolgt vollständig digital.
Für Gerätewarte bedeutet dies vor allem eines: weniger Verwaltungsaufwand und mehr Transparenz über den tatsächlichen Zustand des Inventars.
Einsatzführung und Dokumentation aus einer Hand
Neben der Verwaltungsplattform umfasst das System mit ameV100 auch eine eigenständige Lösung für Einsatzdokumentation und Lageführung.
Die Software ermöglicht es, Einsatzinformationen bereits während der Anfahrt zu erfassen und zentral bereitzustellen. Einsatzdokumentationen können anschließend direkt in die Verwaltungsumgebung übernommen werden.
Interessant ist dabei die Verknüpfung der Systeme. Personal- und Inventardaten aus amefire können unmittelbar für die Einsatzdokumentation genutzt werden. Dadurch entfällt die mehrfache Datenerfassung in unterschiedlichen Anwendungen.
Gerade bei größeren Schadenslagen oder umfangreichen Dokumentationspflichten kann dies die Arbeitsabläufe deutlich vereinfachen.
Kommunikation und Organisation im Feuerwehralltag
Mit amefire.plus erweitert das Unternehmen die Plattform um mobile Funktionen für Führungskräfte und Einsatzkräfte. Verfügbarkeiten, Termine, Übungen oder Instandhaltungen können über eine App verwaltet werden.
Hinzu kommt ein integrierter Messenger, der speziell für die interne Kommunikation innerhalb von Feuerwehren entwickelt wurde. Ziel ist es, organisatorische Informationen zentral bereitzustellen und gleichzeitig datenschutzkonforme Kommunikationswege anzubieten.
Die Synchronisation mit dem Hauptsystem sorgt dafür, dass Änderungen unmittelbar für alle berechtigten Nutzer verfügbar sind.
Wenn mehrere Feuerwehren zusammenarbeiten
Besonders interessant wird der Ansatz auf Ebene von Landkreisen und kommunalen Kooperationen. Mit amefire.suite bietet das Unternehmen eine Lösung, die mehrere Feuerwehren innerhalb einer gemeinsamen digitalen Struktur vernetzt.
Landkreise erhalten dadurch einen zentralen Überblick über Personal, Inventar sowie Aus- und Weiterbildungen. Gleichzeitig bleiben die einzelnen Feuerwehren eigenständig und können ihre Daten weiterhin selbst verwalten.
Organisationseinheiten, Löschzüge oder kreisübergreifende Strukturen lassen sich innerhalb der Plattform abbilden. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender interkommunaler Zusammenarbeit gewinnt dieser Ansatz an Bedeutung.
Digitalisierung als Unterstützung der Einsatzbereitschaft
Die Entwicklung zeigt, dass Digitalisierung im Feuerwehrwesen längst nicht mehr nur Einsatzführung oder Alarmierung betrifft. Ein erheblicher Teil der täglichen Arbeit findet im Hintergrund statt – in der Verwaltung von Personal, Ausrüstung und Fahrzeugen.
Genau dort setzt amefire an. Der Fokus liegt weniger auf spektakulären Einsatzbildern als auf den alltäglichen Prozessen, die eine Feuerwehr dauerhaft einsatzbereit halten.
Und genau deshalb fällt am Messestand ein Satz besonders häufig: „Wir machen die Gerätewarte glücklich.“
amefire auf der INTERSCHUTZ 2026
Die INTERSCHUTZ 2026 läuft noch bis zum 6. Juni in Hannover. Besucher können sich in Halle 16 / Stand F25 über das amefire-Ökosystem informieren und die verschiedenen Module für Verwaltung, Inventarmanagement, Einsatzführung und organisationsübergreifende Zusammenarbeit kennenlernen.







