Thorsten Zahn: Immer dann, wenn die öffentliche Wasserversorgung die Anforderungen des Brandschutzes nicht zuverlässig erfüllt. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Verfügbarkeit, Sicherheit, Wirtschaftlichkeit und Genehmigungsfähigkeit. Typische Fälle sind Gewerbe- und Industriegebiete ohne ausreichendes Hydrantennetz, etwa Logistikzentren, Produktionshallen oder Rechenzentren; abgelegene Standorte wie Solar- und Windparks, Umspannwerke oder landwirtschaftliche Betriebe; Objekte mit hohem Brandrisiko wie Kunststoff-, Batterie- oder Reifenlager; sowie kritische Infrastruktur. Hinzu kommen Gebiete, in denen das Trinkwassernetz hydraulisch schwach ist, hohe Entnahmemengen untersagt sind oder in trockenen Sommern Knappheit herrscht. Ein unterirdischer Behälter schafft dort eine definierte, unabhängig kalkulierbare Löschwasserreserve, die auch bei Netzausfall verfügbar ist. Gegenüber einem offenen Löschteich punktet er mit Frostsicherheit, geringer Verdunstung, kaum Verschmutzung oder Algenbildung, geringem Flächenbedarf und besserer Integration in die Infrastruktur; zudem entfällt die Ertrinkungsgefahr.






