Die klassischen Pkw-Unfälle vergangener Jahrzehnte spielen in der technischen Rettung längst nicht mehr die alleinige Hauptrolle. Moderne Fahrzeugstrukturen, alternative Antriebe, Hochvoltsysteme und immer komplexere Sicherheitstechnik verändern die Anforderungen an Feuerwehren und Rettungsdienste spürbar. Genau an diesem Punkt setzten die CRASH DAYS auf der INTERSCHUTZ 2026 mit praktischen Trainings und Workshops rund um moderne technische Hilfeleistung an. Mit eigenem Pavillon und Live-Aktivitäten direkt daneben vereinte IDEX Fire & Safety bekannte Rettungs- und Brandbekämpfungsmarken wie LUKAS, Vetter, AWG, Alco, Godiva und weitere.
Technische Rettung unter realistischen Bedingungen
Im Mittelpunkt standen keine klassischen Produktpräsentationen, sondern praxisnahe Szenarien mit realitätsnahen Einsatzlagen. Trainiert wurde unter anderem an aktuellen Busmodellen, schweren Nutzfahrzeugen sowie Landmaschinen von New Holland.
Die Veranstalter sprachen bewusst von einem „praxisnahen Hochleistungstraining für moderne Rettungstechniken“. Dabei ging es nicht nur um den Umgang mit hydraulischem Rettungsgerät, sondern zunehmend auch um medizinisch-technische Schnittstellen, Einsatzkommunikation und taktische Entscheidungsfindung.
Besonders auffällig war die Kombination aus praktischen TH-Trainings und ergänzenden Fachworkshops. Während die praktischen Einheiten auf direkte Einsatzmaßnahmen fokussierten, griffen die Theorieblöcke Themen wie Crew Resource Management, Traumaversorgung oder neue Fahrzeugtechnologien auf.
Hochvolt, Wasserstoff und neue Fahrzeugkonzepte
Ein Schwerpunkt der diesjährigen CRASH DAYS lag auf alternativen Antriebstechnologien. Bereits zu Beginn der Messe standen Szenarien mit Hochspannungs- und Wasserstoffbussen im Fokus. Gerade diese Entwicklungen verändern die technische Rettung zunehmend. Feuerwehren müssen heute nicht nur klassische Fahrzeugstrukturen beherrschen, sondern auch Risiken durch Hochvoltsysteme, Energiespeicher oder neue Werkstoffe einschätzen können. Im weiteren Verlauf der Woche rückten zusätzlich schwere Nutzfahrzeuge, landwirtschaftliche Maschinen und kombinierte Unfalllagen in den Mittelpunkt. Am Donnerstag und Freitag beschäftigten sich die Trainings unter anderem mit Rettungseinsätzen bei Landmaschinen und Traktoren sowie mit modernen Bergungstechniken bei Lkw-Unfällen. Damit griffen die CRASH DAYS genau jene Einsatzszenarien auf, die vielerorts zwar selten auftreten, im Ernstfall jedoch besonders hohe Anforderungen an Einsatzkräfte stellen.
Vernetzte Technik für komplexe Szenarien
Die Ausstellung rund um die LUKAS RESCUE LEAGUE verband Ausrüstung, Expertenwissen und realistische Anwendungsbeispiele und zeigt, wie moderne Rettungs- und Brandbekämpfungssysteme als vernetzte Lösungen funktionieren müssen, um der zunehmenden Komplexität von Notfällen gerecht zu werden. Besucher des Pavillons erlebten Live-Demonstrationen hydraulischer Rettungsgeräte, Stabilisierungs- und Hebesysteme, Wasserförder- und Schaumtechnologien sowie praktische Einblicke in Interoperabilität, Ergonomie und Betriebseffizienz. Der Fokus lag dabei durchgehend auf Lösungen, die die Entscheidungsfindung vereinfachen, die körperliche Belastung reduzieren und die Sicherheit der Einsatzkräfte in Hochdrucksituationen erhöhen.
Gemeinsam für globale Einsatzsicherheit
Das übergeordnete Ziel des Auftritts von IDEX Fire & Safety auf der INTERSCHUTZ 2026 war es, die weltweite Feuerwehr- und Rettungsgemeinschaft durch die Verbesserung der Einsatzfähigkeit und die Förderung eines gemeinsamen Verständnisses zu unterstützen. Durch die Kombination von Innovation, Live-Anwendungen und hochkarätigen Schulungen in einem einheitlichen Pavillon wollte IDEX Fire & Safety eine Plattform für einen fruchtbaren Austausch, Zusammenarbeit und zukunftsorientierten Dialog schaffen – und damit sein Engagement bekräftigen, Rettungskräfte so auszustatten und auszubilden, dass sie unter den anspruchsvollsten Bedingungen selbstbewusst, effizient und sicher agieren können.
Text: BKS Report, Quelle: Interschutz







