Extreme Wetterereignisse, Starkregen und großflächige Hochwasserlagen stellen Feuerwehren und Katastrophenschutzeinheiten zunehmend vor komplexe Herausforderungen. Neben Personal und Logistik entscheidet dabei vor allem die Verfügbarkeit leistungsfähiger Pumpentechnik über die Geschwindigkeit und Wirksamkeit der Gefahrenabwehr.

Genau diesen Bereich rückt die Vogelsang GmbH & Co. KG auf der INTERSCHUTZ 2026 in den Mittelpunkt ihres Messeauftritts. Das Unternehmen präsentiert mobile Pumpenlösungen, die für unterschiedlichste Einsatzszenarien ausgelegt sind und sich flexibel an die jeweiligen Anforderungen anpassen lassen.

Katastrophenschutz benötigt flexible Pumpenkonzepte

Die Anforderungen an Pumpentechnik unterscheiden sich im Einsatz häufig erheblich. Während bei lokalen Starkregenereignissen einzelne Keller oder Unterführungen leergepumpt werden müssen, erfordern großflächige Hochwasserlagen häufig dauerhaft arbeitende Hochleistungssysteme.

Hinzu kommen Situationen wie ausgefallene Pumpwerke, überflutete Infrastrukturanlagen oder schwer zugängliche Einsatzstellen. Nicht überall stehen Stromversorgung, befestigte Zufahrten oder ausreichend Platz für größere Technik zur Verfügung.

Vogelsang setzt deshalb auf modulare Systeme, die sich an unterschiedliche Einsatzbedingungen anpassen lassen. Verschiedene Antriebsarten, Bauformen und Leistungsklassen sollen einen flexiblen Einsatz auch dort ermöglichen, wo klassische Infrastruktur nicht oder nur eingeschränkt verfügbar ist.

„Zeit ist bei Katastrophenschutzeinsätzen der entscheidende Faktor. Technik muss sofort verfügbar, einfach zu handhaben und absolut zuverlässig sein. Gleichzeitig sind die Rahmenbedingungen oft schwierig: kein Strom, wenig Platz, hohe Belastung. Genau dafür sind unsere mobilen Pumpenlösungen ausgelegt“, erklärt Michael Brinkmann, Chief Sales Officer bei Vogelsang.

Vom Pkw-Anhänger bis zum Abrollcontainer

Das vorgestellte Portfolio umfasst unterschiedliche mobile Pumpenkonzepte. Dazu gehören kompakte Pumpenaggregate auf Anhängern ebenso wie leistungsfähige Systeme für größere Schadenslagen.

Für großflächige Hochwassereinsätze stehen beispielsweise Pumpensysteme auf Abrollcontainern zur Verfügung. Ergänzt werden diese durch tragbare Pumpen für schwer zugängliche Einsatzorte sowie durch zapfwellenbetriebene Systeme, die sich direkt an geländegängigen Fahrzeugen oder Traktoren betreiben lassen.

Auf der INTERSCHUTZ zeigt Vogelsang unter anderem eine Zapfwellenpumpe für den Front- und Heckanbau an Fahrzeugen sowie ein mobiles Pumpaggregat auf einem Pkw-Anhänger. Beide Lösungen zielen auf eine möglichst hohe Mobilität und schnelle Verfügbarkeit im Einsatz ab.

Gerade bei Hochwasserlagen kann diese Mobilität entscheidend sein. Einsatzstellen verändern sich häufig innerhalb kurzer Zeit, Wasserstände steigen oder sinken und Einsatzschwerpunkte verlagern sich. Mobile Systeme ermöglichen es, Technik flexibel an die jeweils aktuelle Lage anzupassen.

Drehkolbenpumpen als Alternative zur Kreiselpumpe

Ein besonderer Schwerpunkt des Messeauftritts liegt auf den von Vogelsang eingesetzten Drehkolbenpumpen. Im Feuerwehr- und Katastrophenschutzeinsatz dominieren traditionell Kreiselpumpen. Drehkolbenpumpen werden dagegen bislang vergleichsweise selten eingesetzt.

Nach Angaben des Unternehmens bieten sie jedoch insbesondere bei stark verschmutzten Medien Vorteile. Während klassische Kreiselpumpen bei größeren Feststoffanteilen an ihre Grenzen stoßen können, sind Drehkolbenpumpen darauf ausgelegt, auch schlammhaltige Medien oder feststoffbelastetes Wasser zuverlässig zu fördern.

Gerade nach Hochwasserereignissen spielt dieser Aspekt eine wichtige Rolle. Überflutete Bereiche enthalten häufig nicht nur Wasser, sondern auch Schlamm, Treibgut, Steine oder andere Feststoffe. Pumpensysteme müssen deshalb nicht nur leistungsfähig, sondern auch robust gegenüber solchen Belastungen sein.

Hinzu kommt die selbstansaugende Bauweise der Pumpen. Dadurch können sie auch unter schwierigen Bedingungen eingesetzt werden, ohne dass umfangreiche Vorbereitungen erforderlich sind. Diese Eigenschaften machen die Technik insbesondere für Not- und Katastropheneinsätze interessant.

Erfahrung aus realen Einsatzlagen

Vogelsang verweist bei der Entwicklung seiner Systeme nicht nur auf technische Leistungsdaten, sondern auch auf Erfahrungen aus realen Hochwasser- und Katastrophenschutzeinsätzen. Diese Erfahrungen fließen nach Unternehmensangaben sowohl in die technische Auslegung als auch in die Unterstützung der Anwender ein.

Gerade bei Großschadenslagen zeigt sich immer wieder, dass leistungsfähige Technik allein nicht ausreicht. Entscheidend ist auch, wie schnell Systeme aufgebaut, betrieben und in bestehende Einsatzstrukturen integriert werden können.

Die zunehmende Häufigkeit von Extremwetterereignissen dürfte die Bedeutung solcher mobilen Systeme künftig weiter erhöhen. Hochwasserlagen entwickeln sich häufig dynamisch und erfordern flexible Lösungen, die unabhängig von vorhandener Infrastruktur eingesetzt werden können.

Vogelsang auf der INTERSCHUTZ 2026

Die INTERSCHUTZ 2026 läuft noch bis zum 6. Juni 2026 auf dem Messegelände in Hannover. Fachbesucher haben damit weiterhin die Möglichkeit, die vorgestellten Pumpenlösungen direkt vor Ort kennenzulernen und sich mit den Experten von Vogelsang über Einsatzmöglichkeiten im Hochwasser- und Katastrophenschutz auszutauschen. Vogelsang präsentiert seine Lösungen in Halle 17, Stand D31.

Nichts mehr verpassen:
Der BKS Report Newsletter

Jetzt anmelden und keine Neuigkeiten aus der Welt des BKS Reports verpassen.