Als am 7. Januar 2025 der Palisades Fire über Los Angeles hereinbrach, prägte ein Bild die Schlagzeilen: Hydranten ohne Wasser. Die Wirklichkeit ist differenzierter und für die Einsatzplanung lehrreicher. Nach der Analyse der kalifornischen Behörden waren die übergeordneten Wasservorräte in Südkalifornien ausreichend. Im örtlichen Versorgungssystem konnten Rohrleitungen, Pumpen und Druckbehälter den außergewöhnlich hohen gleichzeitigen Bedarf jedoch nicht mehr decken. Über die 36-Zoll-Hauptzuführung wurden zeitweise rund 37.000 US-Gallonen pro Minute gefördert, etwa 140.000 Liter pro Minute und das Vierfache des normalen Durchflusses. Damit war die maximale Kapazität der Leitung erreicht. Zugleich zapften unzählige Hydranten gleichzeitig, während aus zerstörten Gebäuden offene Hausanschlüsse unkontrolliert Wasser abgaben und die drei örtlichen Drucktanks mit je einer Million Gallonen unter der Last leerliefen.






