Print+, Technik & Innovation

KI im Brand- und Katastrophenschutz – wie steht es um den Datenschutz?

Künstliche Intelligenz (KI) revolutioniert zunehmend den Brand- und Katastrophenschutz, besonders bei der Bearbeitung von Notrufen. Doch wie lassen sich Datenschutz und effiziente Einsatzplanung vereinbaren? Alexander Brittner, Fachanwalt für Informationstechnologierecht, erklärt, welche rechtlichen Herausforderungen der Einsatz von KI mit sich bringt – von der Datenverarbeitung bis zur Haftung bei Fehlentscheidungen. Erfahren Sie, wie KI die Einsatzführung verändert und welche ethischen Fragen dabei aufkommen.

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Headset einer Notrufzentrale
Technik & Innovation

KI überwindet Sprachbarriere in Notrufen

Die Sprachübersetzungssoftware TONI arbeitet mit 54 Sprachen und erkennt diese bereits an den ersten Worten eines Anrufers. Ein Disponent kann TONI entweder kontinuierlich eingeschaltet lassen, damit die Software direkt ohne Zeitverzug reagieren kann oder sie kann zusätzlich zu einem Gespräch hinzugeschaltet werden.
Erkennt TONI eine andere Sprache als Deutsch, übersetzt TONI den gesprochenen Anruf des Anrufers in deutschen Text auf dem Bildschirm des Disponenten. Die Antworten kann der Disponent dann schriftlich an TONI weitergeben und die Software übersetzt als Text-to-Speech in der Sprache des Anrufers. Der Disponent kann jederzeit in die Übersetzung eingreifen und eine Korrektur vornehmen.

TONI übersetzt Notrufe live

Das Lernen neuer Sprachen verlief für TONI mithilfe von Dolmetschern und „Native Speakern”. Die Software wurde mit ersten Worten befüllt, dann ließ man die KI antworten und korrigierte die Antworten, bis die Software die richtige sprachliche Übersetzung hervorbrachte. Damit sei der
Lernprozess dem schulischen Lernen von Sprachen ähnlich, mit dem Unterschied, dass die Software Verbesserungen und richtige Übersetzungen deutlich besser speichert,
erklärt Walla.
Die Software liefert keine fachlichen Hinweise oder leitet Erste-Hilfe-Maßnahmen eigenständig an. Hier gibt der menschliche Disponent die Inhalte vor. Doch die Übersetzung ist in allen verfügbaren Sprachen alltagstauglich und kann auf die herkömmlichen Inhalte von Notrufen adäquat reagieren. Einschlägige Worte aus Notrufen gehören zum Vokabular der Software in allen Systemsprachen, um schnell und präzise kommunizieren zu können. „Der nächste Entwicklungsschritt ist die Übersetzung ‘Speech-toSpeech’,“ blickt Walla in die Zukunft des Projektes. Genauso soll es künftig auch mobile Lösungen geben, sodass die unterstützende Sprachübersetzung auch während des Einsatzes vor Ort verwendet werden kann.

Software als technologieoffene Integration

Das Unternehmen WTG gibt es seit 110 Jahren und in der Haltung des Unternehmens ist die Verbesserung der Notfallversorgung von Menschen fest verankert. Walla fasst die Motivation für dieses Softwareprodukt zusammen: „Wir haben TONI entwickelt, weil wir etwas besser machen
wollten und nicht aus kommerziellen Gründen.” Mit deutlichen Worten spricht er über die Finanzierung der Software: „Es wird keine Kaufentscheidung zwischen TONI und einer Kommune stehen. TONI ist in verschiedenen Modellen mit einem Grundsystem und erweiterbaren Modulen verfügbar.
Der Preis variiert je nach Ausstattung zwischen 30.000 und 300.000 Euro, daher ist es weniger eine Preisfrage, sondern eher eine Frage des Leistungsumfangs. Bei kleinerem Budget würden wir empfehlen, einzelne Module herauszunehmen. TONI trägt am Ende einen Maßanzug, der passgenau von
der Kommune bezahlt wird.” Bereits jetzt haben 15 Leitstellen, darunter auch Leitstellen an Flughäfen mit viel internationalem Publikum, die Softwarelösung TONI im Einsatz.

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Print+, Einsatz & Taktik

Wie kommt man im Einsatz „vor die Lage“?

Einsatzleitungen in der Gefahrenabwehr und im Katastrophenschutz streben landläufig danach, „vor der Lage” zu sein. Damit ist in etwa gemeint, gewisse Entwicklungen
vorherzusehen, um proaktiv, weitsichtig und vorbereitend agieren zu können. Im Umkehrschluss will man nicht von Entwicklungen überrascht werden und zu kurzfristigen Reaktionen gezwungen zu sein. “Die Formel, „Agieren versus Reagieren” weist in dieselbe Richtung. „Vor die Lage kommen” kann man aus Steuerungssicht als proaktives Agieren verstehen, um ungünstige Entwicklungen durch gezielte Maßnahmen zu vermeiden”, erklärt Prof. Dr. rer. sec. Dominic Gißler, Professor für Führung im Bevölkerungsschutz an der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften in Berlin. Aus einer zeitlichen Sicht kann man das „vor der Lage sein“ verstehen als das frühzeitige Erkennen notwendig werdender Maßnahmen, um diese vorbereiten zu können.

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Print+, Technik & Innovation

Livedaten von Drohnen für das gemeinsames Lagebild

An der Einsatzstelle sind Drohnen nur eine von vielen Datenquellen. Gleichzeitig haben immer mehr Datennutzer von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) an einer Einsatzstelle Interesse an verlässlichen Daten, um Entscheidungen vor Ort und aus der Entfernung treffen zu können. An der Einsatzstelle fragt nicht nur die Einsatzleitung nach den Erkenntnissen des Drohneneinsatzes, sondern auch Fachberater und andere Externe sowie die Leitstelle. Doch wie bringt man alle Anforderungen zusammen und stellt alles in einem belastbaren Lagebild für alle berechtigten Nutzer dar?

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Präsentation der Waldbrand-Fahrzuge des KatS-Zuges im Landkreis Bernkastel-Wittlich (Quelle: Jörg Teusch)
Print+, Rheinland-Pfalz, Technik & Innovation

Erster Landkreis in Rheinland-Pfalz kooperiert mit Waldbrand-Kontraktor

Im Landkreis Bernkastel-Wittlich rüsten sich die Feuerwehren mit innovativen Konzepten und Spezialfahrzeugen für die Herausforderungen der Waldbrandbekämpfung. Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Jörg Teusch setzt auf enge Kooperationen mit Forstämtern und Experten wie EURO-WALDBRAND, um effektive Lösungsstrategien zu entwickeln. Mit ATV-Kleinfahrzeugen, taktischen Waldbrandfahrzeugen und ferngesteuerten Raupen wie „Sissi“ wird die Einsatzfähigkeit deutlich gestärkt.

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Die Reinigung der Haut sollte nur mit geeigneten Reinigungsmitteln erfolgen (Quelle: DermaPurge GmbH)
Print+, Einsatz & Taktik

Die unsichtbare Gefahr an der Hand: mehr Schutz gegen PAK

In Feuerwehren rückt seit Jahrzehnten eine große Gruppe besonderer chemischer Stoffe zunehmend mehr in den Fokus:
die polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe, kurz PAK. Sie entstehen bei der Verbrennung von organischem Material wie Holz, Kohle, Öle oder Kunststoffe als Nebenprodukt der chemischen Reaktion. Je unvollständiger die Verbrennung erfolgt, desto höher ist die Konzentration dieser Stoffe.

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Print+, Technik & Innovation

PSA: Gore-Tex Schutzausrüstung gegen Schadstoffe und Verletzungen

Im Brandeinsatz ist die persönliche Schutzausrüstung die Lebensversicherung von Einsatzkameraden, die sich in den
Innenangriff begeben. Um wirklich sicher zu schützen, ist aus der Feuerwehrkleidung zwischenzeitlich ein Hightech-Produkt geworden. Mit dem richtigen Wissen über die Funktionen der persönlichen
Schutzausstattung wächst das
Vertrauen in die Einsatzkleidung und Einsatzkräfte können ihr volles Schutzpotenzial auskosten.

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Print+, Technik & Innovation

Feuerwehr Worms: Neuer Gerätewagen Hygiene (GW Hygiene)

Einsatzhygiene ist ein zentraler Baustein für den Gesundheitsschutz von Feuerwehrkräften. Die Berufsfeuerwehr Worms setzt neue Maßstäbe mit einem speziellen Gerätewagen Hygiene, der auf einem Scania P 320 basiert und von deconta GmbH entwickelt wurde. Das Fahrzeug ermöglicht eine strukturierte Dekontamination mit integrierter Dusche, Unterdruck-HEPA-Filtersystem und mehrstufiger Abwasserreinigung. Neben der Körperhygiene bietet es Material zum Austausch von kontaminierter Ausrüstung. Dieses innovative Konzept stellt die Einsatzbereitschaft sicher und schützt Einsatzkräfte effektiv.

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Print+, Einsatz & Taktik

Stabstraining: Vor die Lage kommen

Einsatzleitungen in der Gefahrenabwehr und im Katastrophenschutz streben landläufig danach, „vor der Lage” zu sein. Damit ist in etwa gemeint, gewisse Entwicklungen vorherzusehen, um proaktiv, weitsichtig und vorbereitend agieren zu können. Im Umkehrschluss will man nicht von Entwicklungen überrascht werden und zu kurzfristigen Reaktionen gezwungen zu sein. „Die Formel, „Agieren versus Reagieren” weist in dieselbe Richtung. „Vor die Lage kommen“ kann man aus Steuerungssicht als proaktives Agieren verstehen, um ungünstige Entwicklungen durch gezielte Maßnahmen zu vermeiden“, erklärt Prof. Dr. rer. sec. Dominic Gißler, Professor für Führung im Bevölkerungsschutz an der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften in Berlin. Aus einer zeitlichen Sicht kann man das „vor der Lage sein“ verstehen als das frühzeitige Erkennen notwendig werdender Maßnahmen, um diese vorbereiten zu können. 

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Report vor Ort, Rheinland-Pfalz

Eine Feuerwehr aus dem Nichts – Wie Höringen das Unmögliche möglich machte

Der Wiederaufbau der Freiwilligen Feuerwehr Höringen nach zehn Jahren ohne eigene Wehr zeigt, wie systematische Planung und lokale Unterstützung zum Erfolg führen können. Mit einer gezielten Öffentlichkeitskampagne, der Bereitstellung von Ausrüstung und einer strukturierten Ausbildung gelang es, 16 neue Mitglieder zu gewinnen und die Wehr innerhalb eines Jahres einsatzbereit zu machen. Erfahren Sie, wie Höringen mit Engagement und Zusammenarbeit den Brandschutz vor Ort stärkt.

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