Das THW unterstützt bei der Löschwasserversorgung.
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Wasserförderung über lange Strecken: Was Feuerwehrführungen bei der THW-Anforderung wissen sollten

Wenn Hydranten fehlen und Wasser über weite Strecken herangeführt werden muss, ergänzt das Technische Hilfswerk die Feuerwehr mit großvolumiger Fördertechnik. Entscheidend ist die Vorbereitung. Unterstützung dort, wo Infrastruktur fehlt Wald- und Vegetationsbrände stellen Einsatzkräfte regelmäßig vor besondere Herausforderungen. Abseits geschlossener Ortschaften fehlen Hydranten, Zufahrten sind oft nur eingeschränkt nutzbar, und Wasser muss über große Entfernungen…

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Aktuelles, Report vor Ort

ESKA zieht positive Interschutz-Bilanz

Der österreichische Handschuhhersteller ESKA blickt auf seinen Messeauftritt in Hannover zurück. Der auf Handschuhe spezialisierte österreichische Hersteller ESKA hat eine positive Bilanz seines Auftritts auf der Interschutz 2026 in Hannover gezogen. Im Mittelpunkt standen mehrere neue Feuerwehrhandschuhe, ein Teststand für Besucher und eine Spendenaktion für brandverletzte Kinder.

Als Neuheit präsentierte das Unternehmen den Feuerwehrhandschuh ODYSSEUS FC, der nach Herstellerangaben die Eigenschaften von Textil- und Lederhandschuhen in einem Modell verbindet und auf Bedienbarkeit im Einsatz ausgelegt ist. Mit dem Modell PYRION 5F stellte ESKA zudem einen bewusst günstigeren Brandeinsatzhandschuh vor, der auf knappe Beschaffungsbudgets zielt. Ergänzt wird das Programm durch den MARS WP 5F für Innenangriff und Waldbrandbekämpfung sowie den wasserdichten Schnittschutzhandschuh FORCE WP mit Handrückenprotektor für die technische Hilfeleistung.

An einem eigens eingerichteten Teststand konnten Standbesucher die Handschuhe unter realitätsnahen Bedingungen selbst anprobieren. Auch bei den Live-Trainings der S-GARD Safety Tour und den LUKAS Crash Days waren die Modelle im Einsatz.

Über die Produktschau hinaus rückte ESKA eine Charity-Aktion in den Fokus: Mit dem Verkauf von Teddybären am Stand kamen 7.500 Euro zusammen, die das Unternehmen aufrundete und an die Initiative Paulinchen e.V. übergab. Der Verein begleitet Familien mit brandverletzten Kindern nach dem Unfall.

ESKA fertigt seit 1912 Handschuhe, sitzt im oberösterreichischen Thalheim bei Wels und produziert unter anderem Feuerwehr- und Arbeitsschutzhandschuhe. Die Feuerwehrmodelle sind nach EN 659 zertifiziert.

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Technik & Innovation

Lithium-Ionen-Akkus sicher laden: ELN zeigt auf der INTERSCHUTZ die LiBa® Chargestation

Lithium-Ionen-Akkus sind aus dem Einsatzalltag moderner Feuerwehren nicht mehr wegzudenken. Sie versorgen heute unter anderem Akkulüfter, Beleuchtungssysteme, Rettungsgeräte, Säbelsägen, Motorsägen oder Kommunikations- und Messtechnik mit Energie. Gleichzeitig nimmt damit die Zahl der Ladeplätze in Gerätehäusern und Werkstätten kontinuierlich zu. Genau hier setzt ELN Sicherheitstechnik mit der LiBa® Chargestation an, die auf der INTERSCHUTZ 2026 vorgestellt wurde.

Nach Angaben des Herstellers wurde das System entwickelt, um Lithium-Ionen-Akkus unter definierten Sicherheitsbedingungen zu laden und dabei Brand- sowie Explosionsrisiken zu minimieren. Ziel ist es, Einsatzkräfte, Gebäude und Ausrüstung gleichermaßen zu schützen und gleichzeitig die Einsatzbereitschaft der Geräte zu sichern.

Sichere Ladeumgebung für einsatzkritische Akkus

Im Mittelpunkt der LiBa® Chargestation steht ein geschlossener Ladebereich, der speziell für den Umgang mit Lithium-Ionen-Batterien ausgelegt wurde. Nach Angaben von ELN Sicherheitstechnik soll die Station einen sicheren Rahmen für den Ladevorgang schaffen und dadurch Schäden sowie Haftungsrisiken reduzieren. Gleichzeitig verfolgt das Konzept das Ziel, die Sicherheit in Gerätehäusern und Werkstätten zu erhöhen.

Der Hersteller nennt dabei mehrere Schwerpunkte. Neben der Reduzierung von Brand- und Explosionsrisiken sollen insbesondere Einsatzkräfte geschützt, kommunale Infrastruktur abgesichert sowie Ausfall- und Schadensfälle minimiert werden. Anstelle eines unkontrollierten Ladens verschiedener Akkus an unterschiedlichen Orten soll eine zentral organisierte und geschützte Ladeinfrastruktur entstehen.

Für Feuerwehren, Rettungsdienste und Kommunen entwickelt

Die LiBa® Chargestation richtet sich ausdrücklich an Feuerwehren, Rettungsdienste, Städte und Kommunen, Bauhöfe sowie Organisationen des Katastrophenschutzes. Gemeinsam ist diesen Anwendern, dass sie täglich auf die Verfügbarkeit zahlreicher akkubetriebener Geräte angewiesen sind. Gleichzeitig befinden sich diese Akkus häufig in unmittelbarer Nähe zu Fahrzeugen, Werkstätten oder einsatzkritischer Ausrüstung.

Vor diesem Hintergrund verfolgt ELN Sicherheitstechnik den Ansatz, den Ladeprozess räumlich und organisatorisch klar zu strukturieren. Dadurch sollen Sicherheitsaspekte bereits beim täglichen Umgang mit den Akkus berücksichtigt werden und nicht erst dann, wenn ein Defekt oder Schadensereignis eintritt.

Ladeinfrastruktur wird Teil der Einsatzbereitschaft

Mit der zunehmenden Elektrifizierung von Einsatzmitteln verändert sich auch die technische Infrastruktur in Feuerwehrhäusern. Wo früher vor allem Funkgeräte oder Handlampen geladen wurden, befinden sich heute zahlreiche Lithium-Ionen-Akkus unterschiedlichster Baugrößen und Leistungsbereiche im täglichen Umlauf.

Aus Sicht des Herstellers wird damit auch die Ladeinfrastruktur zu einem Baustein der Einsatzbereitschaft. Kontrollierte Ladeprozesse sollen dazu beitragen, ungeplante Ausfälle zu vermeiden und die Verfügbarkeit der Geräte dauerhaft sicherzustellen. Gleichzeitig sollen potenzielle Gefahren für Personal und Gebäude reduziert werden.

Warum Lithium-Ionen-Akkus besondere Aufmerksamkeit erfordern

Lithium-Ionen-Akkus gelten als leistungsfähig und langlebig. Gleichzeitig unterscheiden sie sich in ihrem Verhalten deutlich von älteren Akkutechnologien. Kommt es beispielsweise durch Beschädigungen, Produktionsfehler oder andere Einflüsse zu einem internen Defekt, kann sich der Akku stark erhitzen. Fachlich wird dieser sich selbst verstärkende Prozess als Thermal Runaway bezeichnet.

Solche Ereignisse sind selten, können jedoch erhebliche Auswirkungen haben. Aus diesem Grund beschäftigen sich Feuerwehren, Kommunen und Betreiber kritischer Infrastruktur zunehmend mit geeigneten Sicherheitskonzepten für Lagerung und Ladeprozesse von Lithium-Ionen-Batterien.

Die LiBa® Chargestation ist als Beitrag zu genau diesem Sicherheitskonzept konzipiert. Sie soll den Ladeprozess in einer kontrollierten Umgebung ermöglichen und dadurch das Risiko für Einsatzkräfte, Gebäude und Ausrüstung reduzieren.

Sichere Ladekonzepte gewinnen an Bedeutung

Die INTERSCHUTZ 2026 hat gezeigt, dass Innovationen längst nicht mehr ausschließlich bei Fahrzeugen oder Einsatzgeräten stattfinden. Auch Themen wie Arbeitsschutz, Gebäudesicherheit und der sichere Umgang mit neuer Energietechnik rücken zunehmend in den Fokus.

Mit der LiBa® Chargestation präsentierte ELN Sicherheitstechnik eine Lösung, die genau an dieser Schnittstelle ansetzt. Sie verbindet den sicheren Ladevorgang von Lithium-Ionen-Akkus mit dem Ziel, die Einsatzbereitschaft von Feuerwehren, Rettungsdiensten und Organisationen des Bevölkerungsschutzes dauerhaft zu unterstützen.

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Print+, Basis-Online, Technik & Innovation

Rosenbauer und MAN entwickeln vollelektrische Drehleiter für den Feuerwehreinsatz

Die Elektrifizierung von Feuerwehrfahrzeugen erreicht eine weitere Fahrzeugklasse. Mit der L32A-XS electric haben Rosenbauer und MAN Truck & Bus eine vollelektrische Drehleiter entwickelt, die den batterieelektrischen Fahrbetrieb mit einem ebenfalls elektrisch betriebenen Hubrettungssystem verbindet. Das Fahrzeug soll die bekannten Einsatzmöglichkeiten einer 32-Meter-Drehleiter mit den Vorteilen eines elektrischen Antriebskonzeptes kombinieren.

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Basis-Online, Print+, Technik & Innovation

Reaktis Einsatztraktor: Modulares Fahrzeugkonzept für Vegetationsbrände und Sonderlagen

Ein Traktor als Feuerwehrfahrzeug? Was zunächst ungewöhnlich klingt, verfolgt ein klar definiertes Einsatzkonzept. Mit seinem modularen Einsatztraktor entwickelt die Reaktis GmbH eine Plattform für Vegetationsbrände, Hochwasser und weitere Sonderlagen. Erprobt wird das Konzept unter anderem bei der Freiwilligen Feuerwehr Wiesmoor, die seit 2025 ein Großtanklöschfahrzeug Vegetationsbrand (GTLF-V 12000) auf Basis eines John Deere 6R 250 einsetzt.

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Technik & Innovation

RES-QR.DE: QR-Code soll Einsatzkräften fahrzeugspezifische Rettungsinformationen schneller bereitstellen

Alternative Antriebe und neue Fahrzeugtechnologien verändern seit einigen Jahren auch die Technische Hilfeleistung. Neben Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor gehören heute Elektrofahrzeuge, Plug-in-Hybride, Erdgas- und Wasserstofffahrzeuge selbstverständlich zum Straßenbild. Für Einsatzkräfte bedeutet dies, dass sie sich bei Verkehrsunfällen innerhalb kürzester Zeit auf unterschiedliche Fahrzeugkonzepte einstellen müssen.

Genau hier setzt RES-QR.DE an. Das System wurde entwickelt, um Feuerwehr und Rettungsdienst unmittelbar fahrzeugspezifische Rettungsinformationen bereitzustellen. Kernstück ist ein QR-Code am Fahrzeug, der direkt zur passenden digitalen Rettungskarte führt.

Rettungskarten direkt am Fahrzeug verfügbar

Die Idee hinter RES-QR.DE ist einfach: Anstatt zunächst nach einer passenden Rettungskarte zu suchen oder Fahrzeugdaten manuell zu ermitteln, können Einsatzkräfte den am Fahrzeug angebrachten QR-Code scannen und erhalten unmittelbar Zugriff auf die hinterlegten Informationen. Nach Angaben des Anbieters ist das System herstellerunabhängig aufgebaut und soll insbesondere bei alternativen Antrieben eine schnelle Orientierung ermöglichen.

Der QR-Code kann dabei unter anderem im Bereich der Windschutzscheibe angebracht werden. Zusätzlich ist eine Kennzeichnung im Tankdeckelbereich vorgesehen, sodass Einsatzkräfte das System möglichst schnell erkennen können.

Unterstützung für die Technische Rettung

Rettungskarten gehören heute vielerorts zur Standardunterstützung bei der Technischen Hilfeleistung. Sie enthalten unter anderem Informationen über Karosserieverstärkungen, Airbags, Gurtstraffer, Hochvoltkomponenten, Batterien oder Kraftstofftanks. Dadurch erhalten Einsatzkräfte wichtige Hinweise für eine möglichst sichere und effiziente Rettung eingeklemmter Personen.

Mit RES-QR.DE sollen diese Informationen ohne Umwege direkt am Unfallfahrzeug verfügbar werden. Das kann insbesondere dann von Vorteil sein, wenn unterschiedliche Fahrzeugtypen oder alternative Antriebe eine schnelle Identifikation erschweren.

Die AUTO-Regel als Orientierungshilfe

Ergänzend zum QR-Code stellt RES-QR.DE die sogenannte AUTO-Regel vor. Sie dient Einsatzkräften als strukturierte Gedächtnisstütze für die erste Erkundung an einem verunfallten Fahrzeug.

Dabei steht A für austretende Betriebsstoffe, U für Unterboden, Motor und Hybridkomponenten, T für das Öffnen der Tankklappe zur Kontrolle des Antriebssystems und O für den Überblick über die Gesamtlage. Die Regel soll helfen, mögliche Gefahren frühzeitig zu erkennen und den weiteren Rettungseinsatz systematisch vorzubereiten.

Praxiswissen soll kontinuierlich wachsen

Neben dem eigentlichen Informationssystem verfolgt RES-QR.DE einen weiteren Ansatz. Nach Angaben des Anbieters können Einsatzkräfte eigene Praxiserfahrungen sowie Besonderheiten einzelner Fahrzeugmodelle an das System melden. Ziel ist es, dieses Wissen zu sammeln und anderen Feuerwehren sowie Rettungsdiensten zur Verfügung zu stellen. Dadurch soll eine kontinuierlich wachsende Wissensbasis entstehen, die praktische Erfahrungen aus Einsätzen ergänzt.

Netzwerk aus Feuerwehren, Industrie und Forschung

Nach Angaben von RES-QR.DE wird das Projekt von verschiedenen Partnern aus Feuerwehr, Forschung und Industrie unterstützt. Zu den genannten Partnern gehören unter anderem das Institut für Arbeit und Technik (IAT), die Universität Duisburg-Essen, TÜV-Organisationen sowie weitere Unternehmen und Fachinstitutionen. Ziel ist es, die technischen Informationen kontinuierlich weiterzuentwickeln und den Anforderungen moderner Fahrzeugtechnik anzupassen.

Digitale Informationen als Unterstützung im Einsatz

Die zunehmende Vielfalt von Fahrzeugkonzepten stellt die Technische Hilfeleistung vor neue Anforderungen. Systeme wie RES-QR.DE verfolgen deshalb das Ziel, wichtige fahrzeugspezifische Informationen möglichst schnell und direkt an der Einsatzstelle verfügbar zu machen. Sie ersetzen dabei nicht die feuerwehrtechnische Ausbildung oder die taktische Erkundung, können Einsatzkräfte jedoch bei der Orientierung unterstützen und den Zugang zu relevanten Rettungsinformationen vereinfachen.

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Technik & Innovation

Rollcontainer im Gelände: MUNK erweitert die Feuerwehrlogistik für anspruchsvolle Einsatzlagen

Rollcontainer gehören heute zum Standard moderner Feuerwehrlogistik. Ob Vegetationsbrandausrüstung, Tragkraftspritzen, Hochwassertechnik oder Sondergeräte – anstatt jede Beladung dauerhaft auf einem Fahrzeug vorzuhalten, werden Einsatzmittel zunehmend modular auf Rollcontainern organisiert. Dadurch können Fahrzeuge flexibel an unterschiedliche Einsatzlagen angepasst werden und das benötigte Material steht schnell zur Verfügung.

Dieses Konzept funktioniert überall dort hervorragend, wo befestigte Verkehrsflächen vorhanden sind. Im Gerätehaus, auf Straßen oder Betriebshöfen lassen sich auch schwer beladene Rollcontainer problemlos bewegen. Schwieriger wird es jedoch, sobald der Einsatz abseits befestigter Wege stattfindet. Waldwege, Wiesen, Schotterflächen, verschlammte Zufahrten oder Deiche bringen die kleinen Rollen klassischer Rollcontainer schnell an ihre physikalischen Grenzen.

Genau an diesem Punkt setzt das Offroad-System Premium an, das MUNK Rettungstechnik auf der INTERSCHUTZ 2026 vorgestellt hat.

Wenn der Materialtransport zum eigentlichen Problem wird

Bei vielen Einsatzlagen besteht die eigentliche Herausforderung nicht darin, Material bereitzustellen, sondern es an den Ort zu bringen, an dem es benötigt wird.

Gerade Vegetationsbrände haben dies in den vergangenen Jahren immer wieder gezeigt. Löschrucksäcke, D-Schläuche, Armaturen, Handwerkzeuge oder Tragkraftspritzen müssen häufig mehrere hundert Meter durch unwegsames Gelände transportiert werden. Ähnliche Situationen entstehen nach Hochwasserlagen, wenn Zufahrten verschlammt oder beschädigt sind, oder bei technischen Hilfeleistungen entlang von Bahnstrecken, auf Deichen oder in weitläufigen Industrieanlagen.

Je weiter das Material getragen werden muss, desto mehr Einsatzkräfte werden allein für den Transport gebunden. Diese Kräfte stehen in dieser Zeit nicht für ihre eigentlichen Aufgaben zur Verfügung. Genau deshalb gewinnt die Einsatzlogistik zunehmend an Bedeutung.

Bestehende Rollcontainer werden geländegängig

Im Mittelpunkt der Entwicklung steht kein neuer Rollcontainer, sondern ein nachrüstbares Fahrwerk. Das Offroad-System Premium wird an vorhandenen Rollcontainern montiert und hebt diese über eine Spindelkonstruktion auf eine Bodenfreiheit von bis zu 190 Millimetern an. Dadurch können Hindernisse leichter überwunden werden und der Container bleibt auch auf unebenem Untergrund beweglich.

Für den Vortrieb sorgen groß dimensionierte Luftreifen mit grobstolligem Profil. Gleichzeitig ermöglicht die Konstruktion, dass sich der Rollcontainer auch dann nachrüsten lässt, wenn er bereits im weichen Untergrund eingesunken ist. Nach der Montage soll sich der Container weiterhin präzise und mit vergleichsweise geringem Kraftaufwand manövrieren lassen.

Der Ansatz ist dabei bewusst modular gewählt: Feuerwehren müssen ihre vorhandenen Rollcontainer nicht ersetzen, sondern können sie bei Bedarf für den Einsatz im Gelände umrüsten.

Weniger Tragen, mehr Zeit für den eigentlichen Einsatz

Der Nutzen solcher Systeme liegt weniger in einer höheren Geschwindigkeit als vielmehr in der Entlastung der Einsatzkräfte.

Gerade bei Vegetationsbränden summiert sich das benötigte Material schnell auf mehrere hundert Kilogramm. Muss dieses über längere Strecken getragen werden, bindet dies Personal und kostet Zeit. Kann der Rollcontainer dagegen bis unmittelbar an den Einsatzraum bewegt werden, reduziert sich der körperliche Aufwand erheblich. Die Einsatzkräfte können schneller mit der eigentlichen Brandbekämpfung beginnen.

Ähnliche Vorteile ergeben sich bei Hochwasserlagen. Sandsäcke, Pumpen, Schläuche oder Stromerzeuger lassen sich auch über aufgeweichte Flächen oder provisorische Wege transportieren, ohne dass das Material vollständig von Hand getragen werden muss.

Optional auch auf Schienen unterwegs

Eine Besonderheit des Systems ist das optionale Gleisfahrwerk. Damit lassen sich Rollcontainer nicht nur im Gelände, sondern auch auf Straßenbahn- und Eisenbahngleisen bewegen. Nach Angaben von MUNK ist das System sowohl für Straßenbahngleise als auch für die Spurweite des Netzes der Deutschen Bahn ausgelegt.

Gerade bei Bahnunfällen oder technischen Hilfeleistungen entlang von Bahnstrecken kann dies den Materialtransport deutlich erleichtern. Einsatzkräfte müssen Ausrüstung häufig über größere Entfernungen entlang der Gleisanlagen bewegen. Ein Rollcontainer, der direkt auf den Schienen geführt werden kann, reduziert dabei den Transportaufwand und ermöglicht eine strukturierte Bereitstellung der benötigten Geräte.

Einsatzlogistik entwickelt sich weiter

Die INTERSCHUTZ 2026 hat erneut gezeigt, dass Innovationen längst nicht mehr ausschließlich bei Fahrzeugen oder Löschtechnik stattfinden. Auch die Logistik rückt zunehmend in den Fokus der Hersteller. Fahrzeuge und Geräte entfalten ihren Nutzen schließlich erst dann, wenn sie den Einsatzort erreichen.

Das Offroad-System Premium verfolgt dabei einen vergleichsweise einfachen, aber praxisnahen Ansatz. Es verändert nicht die Beladung oder den Rollcontainer selbst, sondern erweitert dessen Einsatzbereich. Gerade vor dem Hintergrund zunehmender Vegetationsbrände, häufiger Starkregenereignisse und komplexer Flächenlagen könnte dieser Aspekt künftig weiter an Bedeutung gewinnen.

Mit seinem auf der INTERSCHUTZ vorgestellten System zeigt MUNK Rettungstechnik, dass auch scheinbar kleine Entwicklungen einen spürbaren Einfluss auf den Einsatzalltag haben können. Denn moderne Feuerwehrlogistik endet nicht am Fahrzeug – sie beginnt dort, wo Material sicher, schnell und möglichst kraftsparend an den Einsatzort gebracht werden muss.

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KI, Simulation und Luftlöscheinsätze: Wie „Forest Shield“ die Vegetationsbrandbekämpfung verändern könnte

Wasserabwürfe aus der Luft gelten als zentrale Komponente moderner Vegetationsbrandbekämpfung. Doch ein erheblicher Teil des Löschwassers erreicht den eigentlichen Brandbereich oft nur eingeschränkt. Das Forschungsprojekt „Forest Shield“ untersucht deshalb, wie sich Luftlöscheinsätze mithilfe von Sensorik, KI und physikalischer Simulation deutlich präziser steuern lassen – mit potenziell weitreichenden Auswirkungen auf Effizienz, Sicherheit und Taktik der Waldbrandbekämpfung.

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Basis-Online, Print+, Technik & Innovation

Magirus richtet Vertrieb stärker auf Direktkontakt aus

Magirus stellt seine Vertriebsorganisation national und international neu auf. Im Mittelpunkt stehen mehr Direktvertrieb, stärkere regionale Präsenz und eine engere Rückkopplung mit Anwendern aus Feuerwehr, Katastrophenschutz, Hilfsorganisationen und weiteren BOS-Strukturen.

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Technik & Innovation

Einsatzführung im Fokus des Wandels

Bei komplexen Einsatzlagen im Bevölkerungsschutz, etwa beim Brand einer industriellen Lagerhalle, treffen unterschiedliche Organisationen, Aufgaben und Informationssysteme aufeinander. Feuerwehren nutzen Anwendungen zur Kräfteübersicht und Einsatzdokumentation, nachrückende Einheiten arbeiten mit Alarmierungs- und Navigationssystemen, der Rettungsdienst dokumentiert Patientendaten in eigenen Anwendungen, Drohneneinheiten liefern Bildmaterial über separate Plattformen und Gefahrgutdaten werden häufig über spezialisierte Datenbanken abgerufen.

Jede dieser Anwendungen erfüllt für sich genommen einen klaren Zweck. Wie dieser Fachartikel zeigt, entstehen die zentralen Herausforderungen weniger durch die einzelnen Anwendungen selbst, sondern vor allem an deren Schnittstellen. Da viele Systeme nicht herstellerübergreifend kompatibel sind, fließen digital erfasste Daten nicht automatisch zusammen. Informationen müssen weiterhin über Funk, Zuruf, Telefon, Messenger-Dienste oder manuell gepflegte Lagekarten zusammengeführt werden. In dynamischen Lagen führt dieser Medienbruch zu Zeitverlusten und erhöht das Risiko, dass Informationen verspätet, unvollständig oder widersprüchlich in die Führungsentscheidung einfließen.

Besonders deutlich wird dies, wenn zusätzliche Akteure wie Polizei, Fachberater, Betreiber kritischer Infrastrukturen oder überörtliche Einheiten eingebunden werden. Mangels automatisierter Schnittstellen wird der Datenaustausch dann häufig provisorisch organisiert, etwa durch das Abfotografieren analoger Lagekarten oder das manuelle Übertragen von Informationen in ein weiteres System. Digitale Werkzeuge schaffen in solchen Fällen nicht automatisch mehr Übersicht, sondern können zusätzliche parallele Informationsräume erzeugen.

Vier Softwarewelten mit eigenen Datenbeständen

Die Fragmentierung entsteht auch dadurch, dass im Feuerwehrwesen mehrere Softwareumgebungen mit klar abgegrenzten Aufgabenbereichen parallel betrieben werden. Am Beginn der Informationskette steht die Leitstellensoftware. Sie dient der Notrufannahme, der Festlegung des Einsatzstichwortes und der primären Disposition von Einheiten.

Daran schließen Alarmierungs- und Mobilisierungssysteme an. Sie informieren Einsatzkräfte über mobile Anwendungen, erfassen Rückmeldungen und Personalverfügbarkeit und stellen häufig erste Navigations- oder Einsatzdaten bereit. Wie im Fachartikel beschrieben, wird vor Ort im Einsatzleitwagen oder in einer Führungsstelle häufig eine Einsatzführungssoftware genutzt, um Lagekarte, Kräfteübersicht, Einsatztagebuch und Abschnittsbildung abzubilden. Ergänzend verwalten Verwaltungsprogramme im Hintergrund Personalstammdaten, Qualifikationen, Fahrzeuge, Geräte und Materialbestände.

Diese Daten wären für andere Anwendungen unmittelbar relevant. Personalqualifikationen könnten für die Besetzung von Sonderfunktionen wichtig sein, Materialdaten für die Einsatzplanung, Kräfteübersichten für die Leitstelle. Der Fachartikel „Führungsunterstützung im ELW: Ausbildung für komplexe Einsatzlagen“ verdeutlicht, dass Kräfteübersichten für die Leitstelle ebenso relevant sein können wie aktuelle Lageinformationen für nachrückende Einheiten. In der Praxis bleiben diese Informationen jedoch häufig in ihren jeweiligen Systemgrenzen eingeschlossen. Ein durchgängiger, automatisierter Abgleich findet vielerorts nicht statt.

Digitalisierung auf Stufe 3: spezialisiert, aber isoliert

Die aktuelle Entwicklung lässt sich als Reifegradmodell beschreiben. Auf Stufe 1 arbeiten Organisationen rein analog. Stufe 2 umfasst isolierte Büroanwendungen, etwa Tabellen oder einfache Dokumentationssysteme. Stufe 3 beschreibt den Einsatz spezialisierter Einzelsoftware für definierte Aufgabenbereiche. Stufe 4 wäre erreicht, wenn diese Systeme über herstellerübergreifende Schnittstellen vernetzt sind, wie in unserem Artikel nachzulesen ist.

Viele Feuerwehren befinden sich heute faktisch auf Stufe 3. Es existiert spezialisierte Software für Alarmierung, Führung, Dokumentation, Personalverwaltung oder Sonderlagen. Der Informationsfluss zwischen diesen Systemen bleibt jedoch weitgehend manuell. Damit entsteht ein Widerspruch: Die Einsatzstelle ist digitaler geworden, aber nicht zwingend vernetzter.

Ein häufiger technischer Lösungsansatz besteht in direkten Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen einzelnen Produkten. Diese bilateralen Schnittstellen können kurzfristig helfen, führen langfristig aber in ein strukturelles Schnittstellendilemma. Mit jedem zusätzlichen System steigt die Zahl möglicher Verbindungen, die gepflegt, dokumentiert und bei Updates überprüft werden müssen. Dadurch entstehen neue Abhängigkeiten zwischen Herstellern, Aufgabenträgern und IT-Dienstleistern. Gleichzeitig wächst das Risiko, dass Softwareänderungen einzelne Datenflüsse unterbrechen.

Der ELW als zentrale Datendrehscheibe

Ein tragfähiges Zielbild liegt nicht darin, jede Anwendung direkt mit jeder anderen Anwendung zu verbinden. Entscheidend ist vielmehr, dass einsatzrelevante Daten standardisiert in das zentrale Einsatzführungssystem eingespeist werden können. Im verlinkten Fachartikel wird der Einsatzleitwagen deshalb als mögliche taktische Datendrehscheibe beschrieben, an der einsatzrelevante Informationen zusammengeführt, bewertet und für Führungsentscheidungen nutzbar gemacht werden.

In diesem Modell laufen nicht alle Informationen ungefiltert zusammen. Vielmehr müssen Daten nach taktischer Relevanz, Verantwortlichkeit und Aktualität strukturiert werden. Der Fachartikel macht deutlich: Ein gemeinsames, belastbares Lagebild entsteht erst, wenn Daten wie Kräfteverfügbarkeit, Lageinformationen, Gefahrstoffdaten oder Drohnenbilder strukturiert in einem Einsatzführungssystem zusammengeführt werden. Gleichzeitig müssen Zuständigkeiten klar bleiben. Nicht jede Organisation benötigt Zugriff auf alle Daten, aber jede relevante Information muss dort verfügbar sein, wo sie für die Einsatzentscheidung gebraucht wird.

Für die Praxis bedeutet dies: Interoperabilität ist keine rein technische Komfortfunktion. Sie wird zu einer Voraussetzung für Führungsfähigkeit in komplexen Lagen. Je mehr Organisationen, Fachberater und Spezialressourcen beteiligt sind, desto stärker entscheidet die Qualität des Datenflusses über Geschwindigkeit und Verlässlichkeit der Lagebeurteilung.

Datenräume benötigen klare Governance

Um den Datenaustausch über einzelne Einsatzstellen hinaus zu organisieren, wird im Bevölkerungsschutz zunehmend das Konzept eines übergreifenden Datenraums diskutiert. Gemeint ist eine herstellerunabhängige Infrastruktur, über die Behörden, Feuerwehren, Rettungsdienste, Hilfsorganisationen und weitere Akteure Daten austauschen können, ohne ihre jeweilige Datensouveränität aufzugeben.

Die technischen Voraussetzungen dafür sind grundsätzlich vorhanden. Die größere Herausforderung liegt in der Daten-Governance. Es muss verbindlich geregelt werden, wer welche Daten bereitstellt, wer sie nutzen darf, welche Verantwortung mit der Nutzung verbunden ist und wie Datenschutz, IT-Sicherheit und Einsatzrelevanz miteinander in Einklang gebracht werden. Da kommunale Feuerwehren, private Rettungsdienstleister, staatliche Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen zusammenwirken, kann diese Ordnung nicht allein durch einzelne Hersteller oder lokale Absprachen entstehen.

Notwendig sind politisch legitimierte Strukturen, klare rechtliche Grundlagen und einheitliche technische Standards. Als Lösungswege kommen gesetzliche Regelungen, verbindliche Normen oder staatlich betriebene Austauschplattformen infrage. Entscheidend ist, dass Interoperabilität nicht erst im Ereignisfall improvisiert wird, sondern bereits in Beschaffung, Ausbildung und Einsatzplanung mitgedacht ist.

Praxisbeispiel Bretten: klare Systemgrenzen statt Tool-Mix

Als Praxisbezug verweist der Fachartikel auf die Freiwillige Feuerwehr Bretten, die unterschiedliche digitale Systeme je nach Einsatzszenario klar voneinander abgrenzt und organisatorisch festlegt, wann welches Werkzeug genutzt wird. Dort wurde im Vorfeld festgelegt, welche Systeme für welche Einsatzszenarien genutzt werden. Im alltäglichen Dienstbetrieb kommen auf den Einsatzfahrzeugen reduzierte Tablet-Systeme zum Einsatz. Sie unterstützen vorrangig Navigation, Alarmierungsdaten und einfache Basisdokumentation.

Bei komplexen Großlagen erfolgt dagegen ein systematischer Wechsel auf eine dedizierte Stabssoftware. Diese wird sowohl im Einsatzleitwagen als auch im stationären Führungshaus genutzt. Der Mehrwert entsteht nicht nur durch die Technik, sondern vor allem durch die klare organisatorische Festlegung von Zuständigkeiten, Systemgrenzen und Übergabepunkten.

Damit wird verhindert, dass im Ernstfall mehrere Anwendungen unkoordiniert parallel genutzt werden. Die Feuerwehr definiert vor der Lage, welches System welchen Zweck erfüllt. Genau diese organisatorische Vorarbeit reduziert Reibungsverluste an der Einsatzstelle und stärkt die Informationsgrundlage für taktische Führungsentscheidungen.

Text: BKS Report

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