Ein Sensorsystem von CAURUS Technologies ist in Norwegen erstmals bei einem realen Waldbrand eingesetzt worden. Die unter einem Hubschrauber mitgeführte Technik erfasste georeferenzierte Klar- und Wärmebilder sowie Daten zu den Wasserabwürfen. Noch während der Flüge standen die aufgenommenen Informationen am Boden im Interface des Anwenders zur Auswertung bereit. Das System befindet sich weiterhin in der…
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Der Mann, der zwei Tage lang Schlamm geschippt hat, stürzt auf einer nassen Treppe und bricht sich die Schulter. Wer zahlt die Behandlung? Und wer haftet, wenn beim Tragen einer Palette der Wagen eines Anwohners beschädigt wurde? Die Antworten darauf entstehen nicht im Nachhinein, sondern an einer Stelle, die im Einsatz gern untergeht: bei der Frage, in welcher Rolle jemand tätig geworden ist.
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Wochenlang im Schlamm, zwischen zerstörten Häusern und verzweifelten Menschen. Dann steigen sie ins Auto und fahren nach Hause. Viele der freiwilligen Helferinnen und Helfer, die 2021 ins Ahrtal kamen, haben ihren Einsatz genau so beendet: ohne strukturierten Abschluss, ohne feste Ansprechpartner, ohne Nachsorgestruktur. Zurück im Alltag saßen sie mit Bildern im Kopf, die dort nicht hingehörten.
Bianca Groh ist Landesfachbeauftragte für Psychosoziale Notfallversorgung im DRK-Landesverband Rheinland-Pfalz. Für sie ist genau diese Lücke die zentrale Lehre aus der Flut. „Der psychosoziale Auftrag endet nicht mit dem Ende des Einsatzes”, sagt sie.
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Bei größeren Einsatzlagen liefern soziale Netzwerke häufig Informationen, die für die Einsatzführung relevant sein können. Fotos von Hochwasserständen, Hilferufe, Hinweise auf Gefahrenstellen, Diskussionen über Einsatzmaßnahmen oder die Selbstorganisation von Spontanhelfern geben Einblicke in die Situation vor Ort. Ein Virtual Operations Support Team (VOST) hat die Aufgabe, solche öffentlich zugänglichen Informationen systematisch zu suchen, zu bewerten…
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In jedem Stab hängt ein Lagebild. Es zeigt, wo das Wasser steht, welche Straßen gesperrt sind, welche Einheiten wo gebunden sind. Was es in aller Regel nicht zeigt: was die Menschen draußen denken, glauben und vorhaben. Dabei entscheidet das mit darüber, ob eine Anordnung befolgt wird, ob eine Straße frei bleibt und wie viele Freiwillige am nächsten Morgen an der Absperrung stehen.
Wer eine Großschadenslage führt, führt sie vor Publikum, und dieses Publikum handelt. Es fährt ins Schadensgebiet, es packt an, es ruft an, es teilt Bilder, es evakuiert sich selbst. Dr.-Ing. Francesca Müller forscht am Fachgebiet Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit der Bergischen Universität Wuppertal zu genau diesen Effekten. Ihre Kernaussage: Die Bevölkerung ist kein Störfaktor am Rand des Einsatzes, sondern ein eigenständiger Akteur mit eigenen Wahrnehmungen und eigener Logik.
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Tausende Menschen mit Schaufeln, Eimern und schweren Landmaschinen: Großlagen wie die Flut im Ahrtal 2021 oder ausgedehnte Waldbrände haben gezeigt, dass ungebundene Hilfsbereitschaft ein massiver operativer Faktor ist. Wer diese Dynamik ignoriert, riskiert Chaos an der Einsatzstelle, verstopfte Rettungswege und vermeidbare Unfälle. Rheinland-Pfalz hat darauf reagiert und das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (LfBK) hat…
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Beim plötzlichen Herzstillstand zählt jede Minute. Mit jeder Minute ohne Wiederbelebung sinkt die Überlebenschance deutlich, und der Rettungsdienst ist nur selten in den ersten Minuten vor Ort. Genau diese erste Phase kann ein automatisierter externer Defibrillator (AED) überbrücken, gemeinsam mit dem Notruf und sofortiger Herzdruckmassage. Das Gerät ist so gebaut, dass auch medizinische Laien es sicher bedienen können. Doch wie verbreitet sind solche Geräte im öffentlichen Raum wirklich, und gehört ein AED auch auf Feuerwehrfahrzeuge?
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Das Team Österreich ist das, wovon in Deutschland gerade viele Konzepte handeln: ein vorbereiteter Pool freiwilliger Helfender, den Behörden und Krisenstäbe im Bedarfsfall abrufen können. Hitradio Ö3 und das Österreichische Rote Kreuz haben es im August 2007 gegründet, mit dem erklärten Ziel, die nach Katastrophen ohnehin vorhandene Hilfsbereitschaft schon im Vorfeld zu kanalisieren. Heute sind mehr als 100.000 Menschen registriert. Das Prinzip ist bewusst unverbindlich und lässt sich in vier Worten zusammenfassen: Wer Zeit hat, hilft.
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Das Forschungsprojekt KatHelfer-PRO hat dafür ein System entwickelt, das zwischen zwei Welten vermittelt. Auf der einen Seite die hilfsbereite Bevölkerung mit ihren Messengern und Apps, auf der anderen die Einsatzführung der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS). Gefördert vom Bundesforschungsministerium als Praxisleuchtturm der zivilen Sicherheit, getragen von sieben Verbundpartnern unter Leitung von T-Systems, darunter die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, das Fraunhofer-Institut FOKUS, die Universitäten Paderborn und Stuttgart sowie der Malteser Hilfsdienst und der DRK-Kreisverband Berlin Schöneberg-Wilmersdorf.
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Für öffentliche Feuerwehren wird die Zeit knapp: Nicht erst 2030, sondern bereits am 23. April 2027 endet die reguläre Verwendung der Feuerlöschschäume, die unter die neue europäische PFAS-Gesamtbeschränkung fallen. PFHxA-haltige Schaummittel oberhalb der Grenzwerte dürfen öffentliche Feuerwehren bereits seit dem 10. April 2026 grundsätzlich nicht mehr beschaffen oder verwenden. Wer seine Bestände noch nicht geprüft…
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