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Alarmnannys im Feuerwehrhaus: Kinderbetreuung als Baustein der Einsatzbereitschaft

Die Tagesverfügbarkeit Freiwilliger Feuerwehren hängt nicht nur von Personalstärke, Ausbildung und Technik ab. Gerade junge Familien stehen im Alarmfall vor einer praktischen Herausforderung: Wer betreut kurzfristig die Kinder, wenn Einsatzkräfte ausrücken müssen? Die Freiwillige Feuerwehr Talge hat darauf mit den „Alarmnannys“ eine pragmatische Antwort entwickelt und die Kinderbetreuung direkt in den Einsatzablauf eingebunden.

Das Feuerwehrhaus wird dabei nicht nur als Standort für Fahrzeuge, Ausrüstung und Ausbildung genutzt, sondern auch als organisatorischer und sozialer Ankerpunkt. Klare räumliche Trennung, abgestimmte Alarmierungswege, versicherungsrechtliche Klärung und ein verlässliches Netzwerk aus Betreuungspersonen bilden die Grundlage des Modells. Der Ansatz zeigt, wie familienfreundliche Strukturen die Einsatzbereitschaft im Ehrenamt stärken können, ohne den Einsatzbetrieb zu beeinträchtigen. Grundlage ist der bereitgestellte Artikeltext sowie die SEO-Vorgabe für BKS-Onlineartikel.

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Aktuelles

Feuerwehrverbände wollen Kräfte bündeln: Strategische Partnerschaft auf den Weg gebracht

Die großen Herausforderungen für Feuerwehren und den Bevölkerungsschutz machen nicht an Organisationsgrenzen halt. Klimabedingte Extremwetterlagen, Vegetationsbrände, die Digitalisierung der Gefahrenabwehr, die Stärkung der Resilienz kritischer Infrastrukturen oder die Anforderungen an die zivile Verteidigung betreffen Freiwillige Feuerwehren, Berufsfeuerwehren, Werkfeuerwehren und wissenschaftliche Einrichtungen gleichermaßen. Vor diesem Hintergrund wollen vier der wichtigsten Organisationen des deutschen Feuerwehrwesens ihre Zusammenarbeit künftig deutlich intensivieren.

Im Rahmen der INTERSCHUTZ 2026 unterzeichneten der Deutsche Feuerwehrverband (DFV), die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb), die Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF Bund) sowie der Werkfeuerwehrverband Deutschland (WFVD) eine gemeinsame Absichtserklärung zur strategischen Partnerschaft. Ziel ist es, die jeweiligen Kompetenzen künftig stärker zu bündeln und bei zentralen Zukunftsthemen enger zusammenzuarbeiten.

Unterschiedliche Perspektiven, gemeinsame Herausforderungen

Die beteiligten Organisationen vertreten unterschiedliche Bereiche des Feuerwehrwesens. Der Deutsche Feuerwehrverband repräsentiert die Interessen der Feuerwehren auf Bundesebene, die AGBF Bund vertritt die Berufsfeuerwehren, der Werkfeuerwehrverband die Werk- und Betriebsfeuerwehren. Die vfdb wiederum versteht sich als wissenschaftlich-technisches Netzwerk für Forschung, Entwicklung und Wissenstransfer im Brandschutz, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz.

Gerade diese unterschiedlichen Perspektiven werden von den Beteiligten als Stärke betrachtet. Viele aktuelle Fragestellungen lassen sich nicht mehr aus der Sicht einzelner Organisationen beantworten. Die zunehmende Komplexität von Schadenslagen erfordert vielmehr einen Austausch zwischen Einsatzpraxis, Forschung, Ausbildung, Behörden und politischen Entscheidungsträgern.

Mit der geplanten Partnerschaft soll deshalb eine Plattform geschaffen werden, auf der gemeinsame Positionen entwickelt und fachliche Themen organisationsübergreifend bearbeitet werden können.

Bevölkerungsschutz rückt stärker in den Fokus

Die Initiative fällt in eine Zeit, in der der Bevölkerungsschutz bundesweit an Bedeutung gewinnt. Die Erfahrungen aus Hochwasserlagen, großflächigen Stromausfällen, Vegetationsbränden und internationalen Krisen haben deutlich gemacht, dass die Anforderungen an die Gefahrenabwehr wachsen.

Gleichzeitig verändern sich die Rahmenbedingungen für die Feuerwehren. Neue Technologien halten Einzug in den Einsatzalltag, Ausbildungskonzepte werden digitaler und die Anforderungen an Führung, Kommunikation und Zusammenarbeit steigen kontinuierlich. Hinzu kommen sicherheitspolitische Entwicklungen, die Fragen der zivilen Verteidigung und der gesamtstaatlichen Resilienz wieder stärker in den Fokus rücken.

Viele dieser Themen waren auch auf der INTERSCHUTZ 2026 präsent. Neben technischen Innovationen wurden auf Konferenzen, Fachforen und Diskussionsveranstaltungen wiederholt Fragen der Krisenvorsorge, des Bevölkerungsschutzes und der zukünftigen Ausrichtung der Gefahrenabwehr diskutiert.

Gemeinsame Stimme für zentrale Zukunftsthemen

Die Unterzeichner der Absichtserklärung sehen in der strategischen Partnerschaft die Möglichkeit, die Expertise ihrer jeweiligen Organisationen gezielter zusammenzuführen. Künftig sollen fachliche Positionen abgestimmt, Projekte gemeinsam begleitet und der Austausch zwischen den Verbänden intensiviert werden.

Dabei geht es nicht darum, bestehende Strukturen zu verändern oder Zuständigkeiten neu zu ordnen. Vielmehr soll die Zusammenarbeit dort gestärkt werden, wo gemeinsame Interessen bestehen und übergreifende Lösungen erforderlich sind.

Für das Feuerwehrwesen könnte dies eine stärkere Vernetzung zwischen Forschung, Praxis und Interessenvertretung bedeuten. Gerade bei Themen wie Normung, Ausbildung, Digitalisierung oder Bevölkerungsschutz gewinnt eine abgestimmte fachliche Position zunehmend an Bedeutung.

Signal für die Zukunft des Feuerwehrwesens

Die auf der INTERSCHUTZ unterzeichnete Erklärung ist zunächst eine Absichtserklärung. Dennoch setzt sie ein deutliches Signal. Während Feuerwehren und Hilfsorganisationen vor immer komplexeren Herausforderungen stehen, wächst zugleich der Bedarf an abgestimmtem Handeln und gemeinsamer Interessenvertretung.

Die geplante strategische Partnerschaft zeigt, dass die großen Organisationen des deutschen Feuerwehrwesens diesen Bedarf erkannt haben. Ob bei Forschung, Ausbildung, Technik oder Bevölkerungsschutz – viele Zukunftsfragen werden sich nur organisationsübergreifend beantworten lassen.

Mit der Unterzeichnung der Erklärung haben DFV, vfdb, AGBF Bund und Werkfeuerwehrverband Deutschland nun den ersten Schritt unternommen, diesen Weg gemeinsam zu gehen.

Text: BKS Report, Quelle: DFV

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Aktuelles

Von Waldbrand bis Robotik: vernetzte Einsatzlösungen bei Rosenbauer

Wer den Rosenbauer-Stand auf der INTERSCHUTZ 2026 besucht, merkt schnell, dass das Unternehmen deutlich mehr zeigen will als neue Feuerwehrfahrzeuge. Der Messeauftritt spannt den Bogen von persönlicher Schutzausrüstung über Robotik und Simulation bis hin zu alternativen Antriebskonzepten. Gemeinsam ist den Exponaten, dass sie aktuelle Herausforderungen der Feuerwehren aufgreifen – von Vegetationsbränden über neue Ausbildungskonzepte bis hin zur zunehmenden Digitalisierung und Technisierung der Gefahrenabwehr.

Damit präsentiert sich Rosenbauer nicht nur als Fahrzeughersteller, sondern als Anbieter eines breiten Systems aus Fahrzeugen, Ausrüstung, Ausbildung und Infrastruktur. Die INTERSCHUTZ dient dabei als Schaufenster für Entwicklungen, die viele Feuerwehren in den kommenden Jahren beschäftigen dürften.

Vegetationsbrandbekämpfung prägt den Messeauftritt

Kaum ein Thema ist auf der INTERSCHUTZ 2026 so präsent wie die Vegetationsbrandbekämpfung. Wald- und Flächenbrände gehören mittlerweile in vielen Regionen Europas zu den einsatztaktischen Herausforderungen, auf die sich Feuerwehren einstellen müssen. Entsprechend überrascht es nicht, dass auch Rosenbauer diesem Bereich auf seinem Messestand viel Aufmerksamkeit widmet.

Mit dem BOROS B10 zeigt das Unternehmen einen Feuerwehrstiefel, der speziell für Vegetationsbrandlagen entwickelt wurde. Die Anforderungen unterscheiden sich dabei deutlich von klassischen Brandeinsätzen. Lange Fußmärsche, hohe Temperaturen, unwegsames Gelände und mehrstündige Einsatzzeiten verlangen eine andere Ausrüstung als der klassische Innenangriff.

Die Entwicklung spezialisierter Ausrüstung verdeutlicht, dass Vegetationsbrandbekämpfung zunehmend als eigenständiges Einsatzfeld betrachtet wird. Dieser Trend zieht sich nicht nur durch den Rosenbauer-Auftritt, sondern durch zahlreiche Bereiche der INTERSCHUTZ. Auch das begleitende WildfireCamp unterstreicht die Bedeutung dieses Themas für die Feuerwehren der Zukunft.

Persönliche Schutzausrüstung wird spezialisierter

Neben dem BOROS B10 präsentiert Rosenbauer weitere Neuheiten im Bereich der persönlichen Schutzausrüstung. Dazu gehört der BOROS B4 Cross, der auf Beweglichkeit und Alltagstauglichkeit ausgelegt ist.

Während Feuerwehrstiefel lange Zeit vor allem über ihre Schutzwirkung definiert wurden, gewinnen heute ergonomische Aspekte zunehmend an Bedeutung. Einsatzkräfte bewegen sich in unterschiedlichsten Einsatzlagen, arbeiten mit technischer Ausrüstung, bedienen digitale Systeme und müssen auch unter hoher körperlicher Belastung handlungsfähig bleiben.

Ergänzt wird das Portfolio durch den Feuerwehrhandschuh GLOOROS F50. Der Fokus liegt hier auf einer möglichst hohen Fingerfertigkeit. Gerade bei technischer Hilfeleistung, dem Umgang mit modernen Fahrzeugen oder beim Arbeiten mit digitalen Geräten spielt die Beweglichkeit der Hände eine immer größere Rolle. Die Entwicklung zeigt, dass persönliche Schutzausrüstung heute deutlich stärker an konkrete Einsatzprofile angepasst wird.

Robotik zum Anfassen

Zu den auffälligsten Exponaten auf dem Rosenbauer-Stand gehört der RTE Robot AX. Die ferngesteuerte Plattform zieht zahlreiche Besucher an und steht stellvertretend für einen Trend, der auf der INTERSCHUTZ an vielen Stellen sichtbar wird: den zunehmenden Einsatz unbemannter Systeme in der Gefahrenabwehr.

Solche Systeme werden insbesondere dort interessant, wo Einsatzkräfte erhöhten Risiken ausgesetzt wären. Dazu zählen beispielsweise Industriebrände, Gefahrstoffeinsätze, Tunnelanlagen oder andere schwer zugängliche Bereiche. Robotische Plattformen können dort zur Erkundung eingesetzt werden oder Aufgaben übernehmen, die bislang unter erheblichem Risiko durch Einsatzkräfte durchgeführt werden mussten.

Der RTE Robot AX verdeutlicht, dass Robotik im Feuerwehrwesen längst kein Zukunftsszenario mehr ist. Vielmehr geht es inzwischen um die Frage, wie solche Systeme sinnvoll in bestehende Einsatzkonzepte integriert werden können.

Simulatoren erweitern die Ausbildung

Ein weiterer Schwerpunkt des Messeauftritts liegt auf dem Bereich Ausbildung. Besucher können verschiedene Simulationslösungen kennenlernen und teilweise selbst ausprobieren.

Zum Portfolio gehören der RCS Simulator Driving für das Training großer Einsatzfahrzeuge, der RCS Simulator Tactic für taktische Entscheidungen sowie spezielle Anwendungen für Drehleitern und Flughafenlöschfahrzeuge. Ergänzt wird das Angebot durch entsprechende Trainingslösungen für den Panther-Flughafenlöschfahrzeugbereich.

Die Bedeutung solcher Systeme nimmt kontinuierlich zu. Feuerwehren stehen vor der Herausforderung, seltene, aber kritische Einsatzlagen möglichst realistisch trainieren zu können. Simulatoren ermöglichen es, komplexe Szenarien wiederholbar darzustellen und unterschiedliche Handlungsoptionen zu erproben. Sie ersetzen die praktische Ausbildung nicht, ergänzen sie jedoch um zusätzliche Trainingsmöglichkeiten.

Infrastruktur für die Einsatzstelle

Neben Fahrzeugen, PSA und Robotik zeigt Rosenbauer auch eine Reihe von Produkten, die für den Betrieb einer Einsatzstelle von zentraler Bedeutung sind.

Dazu gehören die tragbaren RTE LX LED-Lichtköpfe, der FLEXLIGHT-Lichtmast, der PX14-Stromerzeuger sowie die NAUTILUS-Tauchpumpe. Diese Komponenten stehen exemplarisch für Bereiche, die im öffentlichen Fokus häufig hinter Großfahrzeugen zurücktreten, im Einsatzalltag jedoch unverzichtbar sind.

Gerade bei langandauernden Schadenslagen entscheidet die Verfügbarkeit von Strom, Beleuchtung und Wasserförderung häufig über die Effizienz der eingesetzten Kräfte. Rosenbauer zeigt damit bewusst nicht nur spektakuläre Exponate, sondern auch Technik, die die Grundlage für einen funktionierenden Einsatzbetrieb bildet.

Alternative Antriebe bleiben ein Zukunftsthema

Auch alternative Antriebskonzepte sind auf dem Rosenbauer-Stand vertreten. Zu den Exponaten zählt unter anderem ein RT der Freiwilligen Feuerwehr Krems, der bereits im regulären Einsatzdienst genutzt wird.

Darüber hinaus präsentiert das Unternehmen die neue L32A-XS electric. Beide Fahrzeuge zeigen, dass alternative Antriebe inzwischen weit über erste Konzeptstudien hinausgehen. Gleichzeitig befindet sich die Entwicklung noch in einer Phase, in der Erfahrungen aus dem Einsatzbetrieb gesammelt werden und unterschiedliche Ansätze erprobt werden.

Die INTERSCHUTZ macht deutlich, dass die Diskussion über alternative Antriebskonzepte im Feuerwehrwesen weiter an Bedeutung gewinnen wird. Rosenbauer nutzt die Messe, um entsprechende Lösungen bereits heute sichtbar zu machen.

Mehr als nur Fahrzeuge

Der Rosenbauer-Messeauftritt macht deutlich, dass moderne Gefahrenabwehr längst nicht mehr allein aus Fahrzeugen besteht. Ausbildung, persönliche Schutzausrüstung, Robotik, Infrastruktur und neue Antriebskonzepte spielen eine immer größere Rolle. Genau diese Vielfalt bildet das Unternehmen auf seinem Stand ab.

Damit zeigt Rosenbauer nicht nur einzelne Neuheiten, sondern auch, wie sich die Anforderungen an Feuerwehren verändern. Die vorgestellten Lösungen reichen von der Vegetationsbrandbekämpfung über die technische Hilfeleistung bis hin zu digitalen Ausbildungs- und Robotiksystemen und spiegeln damit viele der Themen wider, die die INTERSCHUTZ 2026 prägen.

Die INTERSCHUTZ 2026 läuft noch bis zum 6. Juni auf dem Messegelände in Hannover. Besucher können die Exponate von Rosenbauer in Halle 27, Stand D58, im Freigelände am Stand L44 sowie im Bereich vorbeugender Brandschutz in Halle 13, Stand C48 erleben.

Text: BKS Report

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Aktuelles

Das Krankenhaus aus der Kiste: DRK-Feldkrankenhaus auf INTERSCHUTZ präsentiert

Zwischen Löschfahrzeugen, Rettungsrobotern und neuer Feuerwehrtechnik zog auf der INTERSCHUTZ 2026 ein Projekt besonders viele Besucher an: das mobile Feldkrankenhaus des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Während viele Aussteller einzelne Fahrzeuge oder technische Innovationen präsentierten, entstand auf dem Messegelände innerhalb weniger Tage eine vollständig funktionsfähige medizinische Einrichtung – aufgebaut aus Transportkisten, Zelten und modularen Versorgungseinheiten.

Der Aufbau des Feldkrankenhauses erfolgte vom 1. bis 4. Juni und machte sichtbar, welche logistischen und organisatorischen Leistungen hinter einer mobilen medizinischen Versorgungseinrichtung stehen. Gleichzeitig zeigte die Präsentation, wie stark die Themen Bevölkerungsschutz, Krisenvorsorge und Resilienz inzwischen die INTERSCHUTZ prägen.

Mobile medizinische Versorgung für außergewöhnliche Lagen

Das Feldkrankenhaus wurde ursprünglich entwickelt, um nach Naturkatastrophen, bewaffneten Konflikten oder dem Zusammenbruch lokaler Gesundheitssysteme schnell medizinische Hilfe leisten zu können. Es kann in Regionen eingesetzt werden, in denen Krankenhäuser zerstört wurden oder die vorhandene Infrastruktur nicht mehr ausreicht, um die Bevölkerung zu versorgen.

Dabei handelt es sich nicht um eine erweiterte Sanitätsstation oder eine mobile Notaufnahme. Vielmehr ist das System darauf ausgelegt, einen weitgehend eigenständigen Krankenhausbetrieb zu ermöglichen. Dazu gehören Notaufnahme, Operationsbereiche, Diagnostik, Labor, Bettenstationen und weitere medizinische Funktionen. Die Einrichtung kann damit Patienten nicht nur kurzfristig versorgen, sondern auch stationär behandeln.

Die Dimensionen verdeutlichen den Aufwand hinter diesem Konzept. Für den Transport werden mehrere Hundert Kisten und Container genutzt, die per Flugzeug, Schiff oder auf dem Landweg in Einsatzgebiete verlegt werden können. Vor Ort entsteht daraus innerhalb weniger Tage ein vollständiger Krankenhauskomplex.

Logistik als Schlüssel für das Krankenhaus

Wer das Feldkrankenhaus auf der INTERSCHUTZ besuchte, erhielt vor allem einen Eindruck von der enormen logistischen Leistung hinter dem System. Medizinische Geräte, Stromversorgung, Wasseraufbereitung, Klimatisierung, Kommunikationsmittel und Unterbringung müssen so aufeinander abgestimmt werden, dass sie unter schwierigen Bedingungen zuverlässig funktionieren.

Genau darin liegt eine der größten Herausforderungen. Während Krankenhäuser im Alltag auf eine vorhandene Infrastruktur zurückgreifen können, muss ein Feldkrankenhaus nahezu alle Funktionen selbst bereitstellen. Energieversorgung, Wasser, Hygiene, medizinische Technik und Personalunterbringung werden zu Bestandteilen eines Gesamtsystems, das innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit sein muss.

Der Aufbau auf dem Messegelände machte diese Komplexität sichtbar. Besucher konnten nachvollziehen, wie aus einzelnen Modulen schrittweise eine medizinische Einrichtung entsteht, die auch unter Krisenbedingungen arbeitsfähig bleibt.

Resilienz wird zum zentralen Thema des Bevölkerungsschutzes

Die Präsentation des Feldkrankenhauses traf damit einen Nerv der Zeit. Auf zahlreichen Veranstaltungen der INTERSCHUTZ wurde in dieser Woche über die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen, hybride Bedrohungen und die Vorbereitung auf außergewöhnliche Krisenszenarien diskutiert.

Dabei rückt auch die Frage in den Fokus, wie medizinische Versorgung aufrechterhalten werden kann, wenn bestehende Strukturen ausfallen. Naturkatastrophen, großflächige Stromausfälle, bewaffnete Konflikte oder andere außergewöhnliche Schadenslagen können Krankenhäuser an ihre Grenzen bringen oder deren Betrieb vollständig unmöglich machen.

Mobile Krankenhäuser gelten deshalb zunehmend als Baustein einer resilienten Gesundheitsversorgung. Sie schaffen die Möglichkeit, medizinische Kapazitäten unabhängig vom Zustand vorhandener Gebäude bereitzustellen und flexibel dort einzusetzen, wo sie benötigt werden.

Erfahrungen aus internationalen Einsätzen

Das DRK verfügt mit seinem Feldkrankenhaus über langjährige Erfahrungen aus internationalen Hilfseinsätzen. Solche Systeme kamen bereits nach Naturkatastrophen und in humanitären Krisen zum Einsatz. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen kontinuierlich in die Weiterentwicklung der Ausstattung und der organisatorischen Abläufe ein.

Für die Einsatzkräfte bedeutet dies eine hohe Anforderung an Ausbildung und Vorbereitung. Neben medizinischer Fachkompetenz sind Kenntnisse in Logistik, Technik, Infrastruktur und internationaler Zusammenarbeit erforderlich. Der Betrieb eines Feldkrankenhauses ist damit weit mehr als eine medizinische Aufgabe. Er verbindet zahlreiche Fachbereiche zu einem komplexen Gesamtsystem.

Mehr als ein Messeexponat

Das Feldkrankenhaus gehörte während der INTERSCHUTZ zu den eindrucksvollsten Präsentationen auf dem Messegelände. Gleichzeitig war es weit mehr als eine technische Demonstration. Es zeigte konkret, welche Fähigkeiten erforderlich sind, um auch unter schwierigen Bedingungen medizinische Versorgung sicherzustellen.

Gerade vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen über Bevölkerungsschutz, Krisenvorsorge und die Resilienz kritischer Infrastrukturen wurde deutlich, dass mobile medizinische Versorgungssysteme künftig weiter an Bedeutung gewinnen könnten. Das DRK-Feldkrankenhaus lieferte dafür auf der INTERSCHUTZ 2026 ein anschauliches Beispiel.

Die INTERSCHUTZ 2026 läuft noch bis zum 6. Juni auf dem Messegelände in Hannover. Das Deutsche Rote Kreuz ist weiterhin mit mehreren Präsentationsbereichen auf der Messe vertreten und informiert dort über seine Aufgaben im Bevölkerungsschutz, Rettungsdienst und in der internationalen Katastrophenhilfe.

Text: BKS Report

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Aktuelles

Fertigung bis Spezialfahrzeug: Schlingmann zeigt die Vielfalt moderner Feuerwehrfahrzeuge

Wie entsteht eigentlich ein Feuerwehrfahrzeug? Diese Frage stellt Schlingmann auf der INTERSCHUTZ 2026 bewusst in den Mittelpunkt seines Messeauftritts. Unter dem Motto „Road to INTERSCHUTZ“ begleitet das Unternehmen Besucher durch die einzelnen Stationen der Fahrzeugfertigung – von der Konstruktion über Schweiß- und Lackierarbeiten bis hin zur Endmontage, Beklebung und Beladung. Sechs Fahrzeuge wurden während ihrer Entstehung mit der Kamera begleitet und geben Einblicke in die Fertigungstiefe des Herstellers.

Damit rückt Schlingmann einen Aspekt in den Fokus, der auf Fachmessen häufig hinter den fertigen Fahrzeugen verschwindet: den Weg von der ersten Konstruktion bis zum einsatzbereiten Feuerwehrfahrzeug. Gleichzeitig nutzt das Unternehmen die INTERSCHUTZ, um unterschiedliche Fahrzeugkonzepte für kommunale Feuerwehren, Vegetationsbrandbekämpfung und technische Hilfeleistung zu präsentieren.

VARUS X: Zehn Jahre Entwicklungserfahrung in einer neuen Fahrzeuggeneration

Ein Schwerpunkt des Messeauftritts ist der neue VARUS X. Seit der Vorstellung des ursprünglichen VARUS-Aufbaus auf der INTERSCHUTZ 2015 hat Schlingmann zahlreiche Erfahrungen aus Produktion, Einsatzbetrieb und Kundenrückmeldungen gesammelt. Diese Erkenntnisse sind nun in die neue Aufbaugeneration eingeflossen.

Ausgestellt wird der VARUS X als Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20. Neben einer leistungsstärkeren Umfeld- und Geräteraumbeleuchtung wurden auch die Beleuchtung des Mannschaftsraums sowie die ergonomischen Eigenschaften des Fahrzeugs weiterentwickelt. Hinzu kommen neue Sicherheitsmerkmale wie zusätzliche Eckblitzleuchten am Heck und seitliche LED-Blaulichtbänder entlang des Aufbaus. Die Mannschaftskabine wurde nach ECE-R29/3 crashgetestet und soll damit ein hohes Maß an Sicherheit für die Besatzung gewährleisten.

Die Weiterentwicklung zeigt, wie stark sich moderne Feuerwehrfahrzeuge inzwischen an den Anforderungen der Anwender orientieren. Themen wie Sichtbarkeit, Ergonomie und Sicherheit spielen heute eine ebenso wichtige Rolle wie Löschtechnik und Beladung.

Flexibilität für unterschiedliche Einsatzlagen

Mit dem VARUS CASTRA zeigt Schlingmann ein Fahrzeugkonzept, das auf flexible Beladung ausgelegt ist. Das ausgestellte HLF 10 kombiniert die Eigenschaften eines klassischen Löschfahrzeugs mit logistischen Fähigkeiten.

Der Heckbereich bietet Platz für drei Rollcontainer, die über eine Ladebordwand entnommen werden können. Neu ist dabei ein Verschiebesystem, das die Handhabung der Rollcontainer erleichtert. Dadurch lässt sich die Beladung vergleichsweise schnell an unterschiedliche Einsatzschwerpunkte anpassen, ohne auf die Grundfunktionen eines vollwertigen Löschfahrzeugs verzichten zu müssen.

Solche Konzepte gewinnen vor dem Hintergrund steigender Anforderungen und begrenzter Ressourcen zunehmend an Bedeutung. Viele Feuerwehren suchen nach Fahrzeuglösungen, die mehrere Aufgabenbereiche abdecken und gleichzeitig genügend Flexibilität für besondere Einsatzlagen bieten.

Wald- und Vegetationsbrände im Fokus

Wie viele andere Aussteller greift auch Schlingmann das Thema Vegetationsbrandbekämpfung auf. Mit gleich zwei Tanklöschfahrzeugen zeigt das Unternehmen unterschiedliche Ansätze für Einsätze in schwierigem Gelände.

Besonders geländegängig präsentiert sich ein TLF 3000 auf Mercedes-Benz Unimog U5025. Neben einem 4.000-Liter-Wassertank verfügt das Fahrzeug unter anderem über einen Dachwerfer, ein aus der Dachluke bedienbares Strahlrohr sowie Frontsprühdüsen. Die Kombination aus hochgeländegängigem Fahrgestell und spezieller Löschtechnik richtet sich insbesondere an Feuerwehren, die in Wald- und Vegetationsbrandlagen tätig werden.

Daneben zeigt Schlingmann ein TLF 4000-V auf MAN-TGM-Fahrgestell. Das Fahrzeug erfüllt die Anforderungen der Geländekategorie 3 nach DIN EN 1846 und verfügt über einen 6.000-Liter-Wassertank. Dach- und Frontwerfer sowie zusätzliche Druckabgänge ermöglichen unterschiedliche Einsatzkonzepte bei Vegetationsbränden und in wasserarmen Gebieten.

Die ausgestellten Fahrzeuge verdeutlichen, wie stark das Thema Waldbrandbekämpfung inzwischen die Fahrzeugentwicklung beeinflusst. Große Wasservorräte, hohe Geländegängigkeit und die Möglichkeit, Löschmaßnahmen auch während der Fahrt durchzuführen, gewinnen zunehmend an Bedeutung.

Großtanklöschfahrzeuge für besondere Einsatzlagen

Mit einem GTLF auf Scania-Dreiachsfahrgestell präsentiert Schlingmann darüber hinaus eine Lösung für Einsatzszenarien mit hohem Löschmittelbedarf. Das Fahrzeug verfügt über einen 8.000-Liter-Wassertank sowie mehrere Schaummitteltanks mit insgesamt 1.000 Litern Fassungsvermögen.

Die Ausstattung richtet sich insbesondere an industrielle Einsatzszenarien, eignet sich jedoch auch als Wasserzubringer bei großflächigen Wald- und Vegetationsbränden. Ein per Funk fernbedienbarer Dachwerfer sowie ein mitgeführter Faltbehälter ermöglichen die schnelle Einrichtung von Wasserpuffern an abgelegenen Einsatzstellen.

Gerade bei langandauernden Lagen zeigt sich die Bedeutung solcher Fahrzeuge. Häufig entscheidet nicht die eigentliche Brandbekämpfung über den Einsatzerfolg, sondern die Fähigkeit, große Mengen Wasser oder Schaummittel zuverlässig an die Einsatzstelle zu bringen.

Technische Hilfeleistung bleibt ein zentrales Einsatzfeld

Neben der Brandbekämpfung nimmt Schlingmann auch die technische Hilfeleistung in den Blick. Ausgestellt wird ein Rüstwagen auf Mercedes-Benz-Arocs-Fahrgestell mit umfangreicher Ausstattung für komplexe Hilfeleistungseinsätze.

Zum Fahrzeug gehören unter anderem eine 50-kN-Seilwinde, ein 30-kVA-Einbaugenerator sowie ein am Heck montierter Kran. Die Beladung ist in Aluminiumcontainern, Schubladen, Auszügen und Schwenkwänden untergebracht und soll eine flexible Nutzung bei unterschiedlichsten Einsatzlagen ermöglichen.

Die Ausstattung zeigt, dass technische Hilfeleistung weiterhin zu den zentralen Aufgaben moderner Feuerwehren gehört. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Fahrzeuge, da Einsatzlagen zunehmend komplexer werden und ein breites Spektrum an Spezialgerät erforderlich machen.

Blick hinter die Kulissen der Fahrzeugfertigung

Der Messeauftritt von Schlingmann verbindet damit zwei Perspektiven. Einerseits werden aktuelle Fahrzeuglösungen für Brandbekämpfung, Vegetationsbrandlagen und technische Hilfeleistung vorgestellt. Andererseits erhalten Besucher Einblicke in die Entstehung dieser Fahrzeuge und die Fertigungsprozesse am Standort Dissen am Teutoburger Wald.

Die INTERSCHUTZ 2026 läuft noch bis zum 6. Juni auf dem Messegelände in Hannover. Besucher können die Fahrzeuge und die „Road to INTERSCHUTZ“-Präsentation im Freigelände am Stand K86 erleben.

Text: BKS Report

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Bevölkerungsschutz in der Zeitenwende: Welche Rolle Feuerwehren und Katastrophenschutz künftig übernehmen könnten

Hybride Bedrohungen, NATO-Verpflichtungen und die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen: Auf der vfdb-Begleitkonferenz zur INTERSCHUTZ 2026 diskutierten Vertreter aus Kommunen, Katastrophenschutz und Bundeswehr über die Herausforderungen einer veränderten Sicherheitslage. Dabei wurde deutlich, dass Bevölkerungsschutz längst nicht mehr nur eine Aufgabe für den Katastrophenfall ist.

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Aktuelles

Feuerwehrstiefel von HAIX: mehr Tempo, weniger Gewicht

Die Anforderungen an Feuerwehrstiefel haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert. Neben dem klassischen Innenangriff gehören heute langandauernde Vegetationsbrände, technische Hilfeleistungen, Unwettereinsätze und komplexe Schadenslagen zum Alltag vieler Feuerwehren. Gleichzeitig steigen die Erwartungen an Ergonomie, Tragekomfort und Beweglichkeit.

Auf der INTERSCHUTZ 2026 stellt HAIX deshalb zwei neue Modelle vor, die unterschiedliche Schwerpunkte setzen, aber auf dasselbe Ziel einzahlen: Feuerwehrkräfte sollen schneller einsatzbereit sein, körperlich entlastet werden und auch unter anspruchsvollen Bedingungen dauerhaft leistungsfähig bleiben. Im Mittelpunkt des Messeauftritts stehen der FIRE EAGLE 3.0 sowie der FIRE EAGLE 3.0 EXG. Beide Modelle wurden nach Angaben des Herstellers auf Grundlage umfangreicher Praxiserfahrungen aus Feuerwehren weltweit weiterentwickelt.

Wenn Sekunden zählen: Der FIRE EAGLE 3.0 setzt auf Geschwindigkeit beim Anlegen

Beim FIRE EAGLE 3.0 steht vor allem die Einsatzbereitschaft im Fokus. Während Feuerwehrstiefel traditionell häufig über Schnürsysteme oder Reißverschlüsse geschlossen werden, setzt HAIX erstmals auf das neue OneTouch-Verschlusssystem.

Der Gedanke dahinter ist einfach: Wenn der Melder auslöst oder nachts die Sirene geht, zählt jede Sekunde. Das Anlegen der persönlichen Schutzausrüstung erfolgt unter Zeitdruck und oft in Situationen, in denen Feinmotorik und Konzentration bereits auf die bevorstehende Einsatzlage gerichtet sind.

Mit dem neuen System soll sich der Stiefel mit nur einem Handgriff beziehungsweise einer Bewegung schließen und sicher fixieren lassen. Die Schnürung wird dabei automatisch verstaut, sodass keine zusätzlichen Handgriffe erforderlich sind. Nach Angaben von HAIX lässt sich der Stiefel dadurch in rund 0,7 Sekunden schließen.

Die technische Herausforderung besteht dabei nicht allein in der Geschwindigkeit. Ein Feuerwehrstiefel muss trotz schneller Bedienbarkeit auch unter Belastung zuverlässig sitzen. Gerade bei Leitern, Treppen, unebenem Gelände oder längeren Fußwegen darf der feste Halt nicht zugunsten einer schnelleren Anlegezeit verloren gehen. Entsprechend kombiniert HAIX das Verschlusssystem mit einer überarbeiteten Passform und einer adaptiven Fersenkonstruktion, die Stabilität und Komfort verbessern soll.

Mehr als Normerfüllung: Warum Passform und Stabilität entscheidend sind

Feuerwehrstiefel werden häufig anhand ihrer Schutzfunktionen bewertet. Diese sind zweifellos wichtig, bilden aber nur einen Teil der Anforderungen ab. Moderne Einsatzkräfte verbringen oft viele Stunden in ihren Stiefeln und legen dabei teilweise erhebliche Strecken zurück.

Der FIRE EAGLE 3.0 erfüllt die Anforderungen der DIN EN 15090 für Feuerwehrstiefel und verfügt unter anderem über eine robuste 3D-Gummikappe zum Schutz vor Abrieb sowie verbesserte Reflexelemente zur Sichtbarkeit.

Mindestens ebenso relevant ist jedoch die Frage, wie sich ein Stiefel im täglichen Einsatz verhält. Druckstellen, mangelnde Stabilität oder eine unzureichende Passform wirken sich nicht nur auf den Tragekomfort aus, sondern können langfristig auch die körperliche Belastung erhöhen. Die Weiterentwicklung des FIRE EAGLE zielt daher nicht allein auf Schutzwerte, sondern auf die Verbindung von Schutz, Stabilität und möglichst effizienter Bewegungsfreiheit.

Der Kampf gegen Wasser und Gewicht

Während der FIRE EAGLE 3.0 vor allem auf Geschwindigkeit setzt, adressiert der FIRE EAGLE 3.0 EXG eine andere Herausforderung des Feuerwehralltags: die Wasseraufnahme von Einsatzschuhen.

Nasse Stiefel gehören bei vielen Einsatzlagen zum Alltag. Regen, Löschwasser, Hochwasserlagen oder stundenlange Einsätze auf feuchtem Untergrund führen dazu, dass Schuhe Gewicht aufnehmen und sich die Belastung für die Einsatzkräfte erhöht. Gerade bei langen Einsatzzeiten wird jedes zusätzliche Gramm spürbar.

HAIX setzt deshalb beim FIRE EAGLE 3.0 EXG auf die neue Obermaterialtechnologie GORE-TEX EXTRAGUARD. Ziel dieser Technologie ist es, die Wasseraufnahme des Materials dauerhaft zu reduzieren. Dadurch soll der Stiefel auch unter nassen Bedingungen leichter bleiben und schneller trocknen.

Das Thema Gewicht spielt dabei eine zentrale Rolle. Nach Angaben des Herstellers bringt der FIRE EAGLE 3.0 EXG lediglich 995 Gramm pro Schuh auf die Waage. Für einen vollwertigen Feuerwehrstiefel mit entsprechender Schutzfunktion ist dies bemerkenswert.

Warum ein leichter Stiefel mehr ist als eine Komfortfrage

Die Diskussion über das Gewicht von Feuerwehrstiefeln wird häufig unterschätzt. Tatsächlich wirkt sich jedes zusätzliche Gewicht unmittelbar auf die körperliche Belastung aus.

Besonders deutlich wird dies bei Vegetationsbränden. Feuerwehren legen dort häufig längere Strecken zu Fuß zurück als bei klassischen Brandeinsätzen. Hinzu kommen hohe Temperaturen, unwegsames Gelände und lange Einsatzzeiten. Ähnliche Belastungen entstehen bei großflächigen Hochwasserlagen, Deicheinsätzen oder langandauernden technischen Hilfeleistungen.

Ein leichter Stiefel bedeutet deshalb nicht nur mehr Komfort. Er kann dazu beitragen, Ermüdung zu reduzieren und die Beweglichkeit über längere Einsatzzeiten aufrechtzuerhalten. Genau diesen Zusammenhang stellt HAIX bei der Entwicklung des FIRE EAGLE 3.0 EXG in den Mittelpunkt. Das Unternehmen spricht von mehr Beweglichkeit, geringerer Ermüdung und dauerhaft hoher Leistungsfähigkeit bei körperlich anspruchsvollen Einsätzen.

Entwicklung mit der Feuerwehrpraxis

Ein zentrales Element der HAIX-Strategie ist die enge Zusammenarbeit mit Anwenderinnen und Anwendern. Nach Angaben des Unternehmens basieren die neuen Modelle auf umfangreichen Praxiserfahrungen aus Feuerwehren weltweit.

Diese Herangehensweise spiegelt sich auch in einer Aussage von Geschäftsführer Michael Haimerl wider: „Wir entwickeln unsere Produkte nicht für Feuerwehrleute – wir entwickeln sie gemeinsam mit ihnen.“

Gerade bei Feuerwehrstiefeln ist dieser Ansatz nachvollziehbar. Die Anforderungen unterscheiden sich je nach Einsatzprofil, Land, Klima und Organisationsform erheblich. Ein Berufsfeuerwehrangehöriger im urbanen Umfeld stellt teilweise andere Anforderungen als eine Einsatzkraft, die regelmäßig bei Vegetationsbränden oder großflächigen Unwettereinsätzen eingesetzt wird.

„United by Fire“ als Leitmotiv des Messeauftritts

Unter dem Motto „United by Fire“ stellt HAIX auf der INTERSCHUTZ nicht nur neue Produkte vor, sondern rückt auch die internationale Feuerwehrgemeinschaft in den Mittelpunkt. Die Idee dahinter: Unabhängig von Herkunft, Sprache oder Organisationsstruktur verbindet Feuerwehrangehörige weltweit dieselbe Aufgabe – Menschen zu helfen und Gefahren zu bewältigen.

Passend dazu versteht HAIX die INTERSCHUTZ als internationalen Treffpunkt der Feuerwehr-Community. Mit rund 150 Mitarbeitenden aus verschiedenen Ländern nutzt das Unternehmen die Messe als Plattform für Produktvorstellungen, Fachgespräche und den Austausch mit Anwendern aus aller Welt.

HAIX auf der INTERSCHUTZ 2026

Mit dem FIRE EAGLE 3.0 und dem FIRE EAGLE 3.0 EXG zeigt HAIX auf der INTERSCHUTZ 2026 zwei unterschiedliche Entwicklungsrichtungen moderner Feuerwehrstiefel. Während beim FIRE EAGLE 3.0 die schnelle Einsatzbereitschaft durch das neue OneTouch-Verschlusssystem im Mittelpunkt steht, adressiert der FIRE EAGLE 3.0 EXG die Themen Gewicht, Wasseraufnahme und Belastungsreduktion bei langen Einsätzen.

Die INTERSCHUTZ 2026 läuft noch bis zum 6. Juni auf dem Messegelände in Hannover. Besucher können die neuen Feuerwehrstiefel sowie weitere Produktneuheiten von HAIX in Halle 15, Stand H47 kennenlernen.

Text: BKS Report

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Aktuelles

Digitale Vernetzung: WEBER bündelt Geräte, Ausbildung und Service auf einer Plattform

Hydraulische Rettungsgeräte gehören seit Jahrzehnten zur Standardausrüstung bei der technischen Hilfeleistung. Die Entwicklung konzentrierte sich dabei lange auf höhere Schneidkräfte, leistungsfähigere Akkus, geringeres Gewicht und eine verbesserte Ergonomie. Parallel dazu haben sich jedoch die Anforderungen an die Verwaltung und den Betrieb moderner Geräteflotten verändert. Feuerwehren und Rettungsorganisationen müssen heute nicht nur den technischen Zustand ihrer Geräte im Blick behalten, sondern auch Wartungsintervalle dokumentieren, Ausbildungsstände nachverfolgen und die Einsatzbereitschaft ihrer Ausrüstung sicherstellen.

Mit SMART-FORCE OS präsentiert WEBER RESCUE SYSTEMS auf der INTERSCHUTZ 2026 ein System, das genau an dieser Schnittstelle ansetzt. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um eine Weiterentwicklung der bisherigen SMART-FORCE-Technologie zu einer Plattform, die Geräte, Webanwendungen, Apps und Cloud-Dienste miteinander verbindet. Ziel ist es, Einsatz, Ausbildung und Serviceprozesse auf einer gemeinsamen digitalen Grundlage zusammenzuführen.

Vom Einzelgerät zur vernetzten Geräteflotte

Im Mittelpunkt steht dabei weniger das einzelne Rettungsgerät als vielmehr dessen Einbindung in ein digitales Gesamtsystem. Während Informationen über Wartungen, Prüfungen oder Einsatzbereitschaft bislang häufig dezentral verwaltet werden, sollen diese Daten künftig zentral zusammenlaufen.

Nach Angaben von WEBER ermöglicht der Bereich „Service“ die digitale Erfassung von Wartungsprozessen, automatische Statusmeldungen sowie eine transparente Verwaltung der Geräte in Echtzeit. Ziel ist es, Probleme frühzeitig zu erkennen und ungeplante Ausfälle zu reduzieren.

Damit adressiert das Unternehmen eine Herausforderung, die viele Feuerwehren kennen: Mit steigender Technisierung wächst auch der organisatorische Aufwand, um die Einsatzbereitschaft der Geräte dauerhaft sicherzustellen. Digitale Systeme könnten hier künftig dazu beitragen, den Überblick über größere Geräteflotten zu erleichtern.

Digitale Sicherheit für hochwertige Rettungstechnik

Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Thema Gerätesicherheit. Mit der Funktion „ANTI-THEFT“ integriert WEBER nach eigenen Angaben GPS-, WLAN- und LTE-Ortung in das System. Die Geräte sollen dadurch jederzeit lokalisierbar sein, selbst wenn kein Akku aufgesetzt ist. Gleichzeitig werden Manipulationsversuche erkannt und dokumentiert.

Nach Angaben des Unternehmens gehört zudem die Möglichkeit zur Fernsperrung von Geräten zum Sicherheitskonzept. Dadurch sollen gestohlene oder unbefugt genutzte Rettungsgeräte zusätzlich abgesichert werden können.

Die Entwicklung zeigt, dass moderne Rettungsgeräte zunehmend nicht nur als Werkzeuge betrachtet werden, sondern auch als hochwertige technische Einsatzmittel, deren Verwaltung und Absicherung eine immer größere Rolle spielt.

Ausbildung wird datenbasiert

Neben Einsatz und Service nimmt WEBER auch die Ausbildung in den Blick. Mit dem Bereich „Training“ sollen Übungsdaten dokumentiert, ausgewertet und miteinander verglichen werden können. Das Unternehmen verfolgt damit einen Ansatz, der Ausbildungsprozesse stärker datenbasiert unterstützen soll.

Bislang werden Fortschritte in der technischen Rettung häufig über praktische Übungen, Erfahrungswerte und Ausbilderbeobachtungen bewertet. Digitale Systeme könnten künftig zusätzliche Möglichkeiten schaffen, Ausbildungsstände nachvollziehbar zu dokumentieren und Entwicklungen über längere Zeiträume sichtbar zu machen.

Die zunehmende Digitalisierung der Ausbildung zeigt sich auch in weiteren Produkten des Unternehmens. Mit RETTER VR bietet WEBER bereits virtuelle Trainingsszenarien für die technische Rettung an. Ziel ist es, praxisnahe Übungsmöglichkeiten zu schaffen, die unabhängig von realen Einsatzfahrzeugen oder Übungsobjekten genutzt werden können.

Digitale Unterstützung im Einsatz

Ergänzt wird das Portfolio durch die Systeme RETTERAlarm ZEUS und RETTERAlarm NAVIS. Während ZEUS nach Unternehmensangaben Einsatzplanung, Dokumentation und Lageübersicht auf einer gemeinsamen Plattform bündelt, soll NAVIS Einsatzfahrzeuge bereits auf der Anfahrt mit relevanten Informationen versorgen. Dazu gehören Navigationsfunktionen, Fahrzeugmanagement und Echtzeitinformationen.

Die verschiedenen Systeme verdeutlichen, dass Digitalisierung in der technischen Rettung zunehmend als durchgängiger Prozess verstanden wird – von der Ausbildung über die Geräteverwaltung bis hin zur Einsatzunterstützung.

Neue Rettungszylinder mit Fokus auf Ergonomie und Sicherheit

Neben den digitalen Lösungen präsentiert WEBER auf der INTERSCHUTZ 2026 auch neue Hardware. Die Rettungszylinder RZ ALU und RZT ALU setzen auf eine Aluminiumkonstruktion, die das Gewicht der Geräte reduziert und damit die körperliche Belastung der Einsatzkräfte verringern soll.

Besonderes Augenmerk legt das Unternehmen auf die sogenannte SPIKE-Technologie. Diese soll die Kraftübertragung verbessern und gleichzeitig verhindern, dass Rettungszylinder beim Ansetzen am Fahrzeug abrutschen. Gerade bei komplexen Rettungslagen können sichere Anlagepunkte und kontrollierte Kraftübertragung entscheidend für ein präzises Arbeiten sein.

Die neuen Rettungszylinder stehen damit exemplarisch für eine Entwicklung, die sich in vielen Bereichen der technischen Hilfeleistung beobachten lässt: Neben maximaler Leistung gewinnen Ergonomie, Arbeitssicherheit und Bedienkomfort zunehmend an Bedeutung.

Digitalisierung als übergeordnetes Thema

Die INTERSCHUTZ 2026 zeigt an vielen Stellen, dass digitale Technologien zunehmend Einzug in die Gefahrenabwehr halten. WEBER RESCUE SYSTEMS greift diese Entwicklung auf und verbindet klassische Rettungstechnik mit digitalen Anwendungen für Ausbildung, Service und Geräteverwaltung.

Im Mittelpunkt der Messepräsentation steht damit weniger ein einzelnes Produkt als vielmehr die Frage, welche Rolle digitale Vernetzung künftig in der technischen Rettung spielen kann. SMART-FORCE OS bildet dabei den Rahmen für einen Ansatz, der unterschiedliche Prozesse auf einer gemeinsamen Plattform zusammenführen soll.

Besucher der INTERSCHUTZ 2026 können die vorgestellten Systeme noch bis zum 6. Juni auf dem Messegelände in Hannover kennenlernen. WEBER RESCUE SYSTEMS präsentiert seine Rettungstechnik in Halle 26 | Stand C11 während die digitalen Anwendungen und Plattformlösungen in Halle 16 | Stand G26 vorgestellt werden. Damit bietet das Unternehmen die Möglichkeit, sowohl die neuen Hardwareentwicklungen als auch die digitalen Komponenten des SMART-FORCE-Ökosystems direkt vor Ort zu erleben und kennenzulernen.

Text: BKS Report

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FireFit auf der INTERSCHUTZ 2026: Feuerwehrsport auf internationalem Spitzenniveau

Volle Starterfelder, internationale Teilnehmer und ein spürbar gestiegenes Leistungsniveau: Die FireFit European Championships zählen bereits zur Halbzeit der INTERSCHUTZ 2026 zu den Publikumsmagneten im Freigelände. Für Organisatoren und Teilnehmer steht dabei nicht nur der sportliche Wettbewerb im Vordergrund, sondern auch die Verbindung von Einsatzfitness und Feuerwehralltag.

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FEU Leadership Conference: Internationale Vernetzung auf der INTERSCHUTZ

Mehr als 300 Feuerwehr- und Bevölkerungsschutz-Führungskräfte aus Europa und weiteren Teilen der Welt kommen derzeit auf der INTERSCHUTZ 2026 zur ersten FEU Leadership Conference zusammen. Im Mittelpunkt stehen nicht Fahrzeuge oder Ausrüstung, sondern strategische Fragen zu Krisenresilienz, internationaler Zusammenarbeit und der Zukunft der Feuerwehren in einer zunehmend vernetzten Welt.

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